Implantologie ist ein wichtiger Teilbereich der Zahnmedizin

Diese umfassende Information richtet sich an Patienten, die mit Zahnverlust konfrontiert sind oder sich über moderne Zahnmedizin informieren möchten, und erklärt, warum zahnärztliche Implantate eine entscheidende Rolle in der modernen Zahnerhaltung und -wiederherstellung spielen.

Das sind die beliebtesten Zahnimplantate Produkte

Was sind Zahnimplantate und ihre Bedeutung in der Zahnmedizin?

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die chirurgisch in den Kieferknochen eingesetzt werden, um verloren gegangene Zähne zu ersetzen. Sie bilden die Grundlage für Kronen, Brücken oder Prothesen und bieten eine dauerhafte und ästhetisch ansprechende Lösung für Zahnlücken. Die Implantologie hat sich zu einem unverzichtbaren Spezialgebiet der Zahnmedizin entwickelt, da sie es ermöglicht, die Funktion und Ästhetik des Gebisses nahezu naturgetreu wiederherzustellen und somit die Lebensqualität der Patienten erheblich zu verbessern.

Die Bedeutung der Implantologie liegt in ihrer Fähigkeit, native Zahnsubstanz zu schonen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Brücken, bei denen die Nachbarzähne beschliffen werden müssen, um als Pfeiler zu dienen, ermöglichen Implantate die Versorgung einzelner Zahnlücken, ohne gesunde Zähne zu beeinträchtigen. Dies schützt die Integrität des restlichen Gebisses und beugt potenziellen Problemen wie Karies oder Sensibilität an den Nachbarzähnen vor.

Darüber hinaus stimulieren Zahnimplantate den Kieferknochen, ähnlich wie natürliche Zahnwurzeln. Dies ist entscheidend, um einem Knochenabbau nach Zahnverlust entgegenzuwirken. Ohne Stimulation baut sich der Kieferknochen im Laufe der Zeit ab, was zu einer Veränderung der Gesichtsstruktur und einer eingeschränkten Funktion führen kann. Implantate helfen, diesen Prozess zu stoppen und die Knochenstruktur zu erhalten.

Die Ästhetik spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Moderne Implantatversorgungen sind kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Sie werden individuell gestaltet, um Farbe, Form und Größe perfekt an Ihr vorhandenes Gebiss anzupassen. Dies führt zu einem natürlichen Lächeln und stärkt Ihr Selbstbewusstsein.

Die Implantologie bietet somit eine ganzheitliche Lösung für Zahnverlust, die sowohl funktionelle als auch ästhetische Aspekte berücksichtigt und langfristige Zahngesundheit fördert.

Indikationen für Zahnimplantate

Es gibt verschiedene Gründe, warum Zahnimplantate eine geeignete Behandlungsoption sein können. Die häufigsten Indikationen umfassen:

  • Einzelzahnlücken: Wenn nur ein Zahn fehlt, ist ein Einzelzahnimplantat mit einer Krone die ideale Lösung, um die Lücke zu schließen, ohne benachbarte Zähne zu beschädigen.
  • Mehrere Zahnlücken: Bei fehlenden Zähnen über eine größere Fläche können mehrere Implantate als Ankerpunkte für eine Brücke dienen.
  • Lückenschluss bei Lückengebiss: Wenn die Zähne so verschoben sind, dass sich Lücken bilden, können Implantate helfen, diese Lücken zu schließen und das Gebiss zu stabilisieren.
  • Freiendlücken: Fehlende Zähne im hinteren Bereich des Kiefers, wo keine natürlichen Zähne mehr als Brückenpfeiler zur Verfügung stehen. Implantate ermöglichen hier die Verankerung von Brücken oder Prothesen.
  • Vollständiger Zahnverlust: Bei zahnlosem Kiefer können durch eine entsprechende Anzahl von Implantaten festsitzende Prothesen (z.B. „All-on-4“ oder „All-on-6“ Konzepte) oder auch herausnehmbare Prothesen mit verbesserter Stabilität angefertigt werden.
  • Unzufriedenheit mit konventionellem Zahnersatz: Wenn Sie mit Ihrer vorhandenen Prothese oder Brücke unzufrieden sind, beispielsweise hinsichtlich Halt, Komfort oder Ästhetik, kann eine implantatgestützte Versorgung eine Alternative darstellen.
  • Zur Vermeidung von Knochenabbau: Nach dem Verlust von Zähnen beginnt der Kieferknochen oft zu schrumpfen. Implantate stimulieren den Knochen und helfen, dessen Abbau zu verhindern.

Der Ablauf einer Implantation

Die Behandlung mit Zahnimplantaten ist ein mehrstufiger Prozess, der sorgfältige Planung und Ausführung erfordert. Jeder Schritt wird individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

1. Erstberatung und Diagnostik

Der Prozess beginnt mit einem ausführlichen Beratungsgespräch, in dem Ihre zahnmedizinische Vorgeschichte erfasst und Ihre Erwartungen besprochen werden. Es folgt eine gründliche zahnärztliche Untersuchung, bei der Ihr Zahnfleisch, die vorhandenen Zähne und der Kieferknochen beurteilt werden. Um eine präzise Diagnose zu stellen und die Knochenqualität und -quantität zu beurteilen, werden in der Regel diagnostische Maßnahmen wie Röntgenaufnahmen (z.B. Panoramaschichtaufnahme) oder eine 3D-Röntgenaufnahme (digitale Volumentomographie – DVT) durchgeführt. Diese Aufnahmen sind entscheidend für die Behandlungsplanung.

2. Behandlungsplanung

Basierend auf den Untersuchungsergebnissen und den diagnostischen Aufnahmen wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Dieser Plan legt die Anzahl und Position der Implantate fest, die Art des Implantatmaterials (meist Titan) und das geplante prothetische Ergebnis (Krone, Brücke oder Prothese). In komplexen Fällen kann eine computergestützte Planung mithilfe von 3D-Modellen und Bohrschablonen zum Einsatz kommen, um die Präzision des chirurgischen Eingriffs zu erhöhen.

3. Chirurgischer Eingriff (Implantation)

Der eigentliche Einsetz-Vorgang der Implantate wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. In manchen Fällen kann auch eine Sedierung oder Vollnarkose in Erwägung gezogen werden. Der Zahnarzt legt den Kieferknochen vorsichtig frei und bohrt schrittweise kleine Löcher, in die das Implantat – eine kleine Titanschraube – eingesetzt wird. Das Implantat wird so platziert, dass es stabil im Knochen sitzt. Nach dem Einsetzen wird die Wunde vernäht. Oft wird direkt ein provisorischer Zahnersatz eingesetzt, um die Ästhetik während der Heilungsphase zu gewährleisten.

4. Einheilungsphase (Osseointegration)

Nach dem chirurgischen Eingriff beginnt die wichtigste Phase: die Osseointegration. Dies ist der Prozess, bei dem der Kieferknochen mit der Oberfläche des Implantats verwächst und es fest im Knochen verankert. Diese Phase dauert in der Regel einige Monate (typischerweise 3-6 Monate, kann aber je nach Knochenqualität und individuellem Heilungsverlauf variieren). Während dieser Zeit ist es wichtig, den Heilungsverlauf zu beobachten und den Mundraum sorgfältig zu pflegen.

5. Freilegung und Einsetzen des Aufbaus (Abutment)

Nach abgeschlossener Osseointegration wird in einem kleineren chirurgischen Eingriff das Implantat freigelegt. Wenn das Implantat mit einem Deckschraube verschlossen wurde, wird diese entfernt. Anschließend wird ein sogenanntes Abutment (Zahnfleischformer oder Anschluss) auf das Implantat aufgeschraubt. Dieses verbindet das Implantat mit dem endgültigen Zahnersatz und formt gleichzeitig das Zahnfleisch für eine natürliche Ästhetik.

6. Anfertigung und Eingliederung des endgültigen Zahnersatzes

Nachdem das Abutment eingesetzt ist, werden Abdrücke von Ihrem Gebiss genommen, die dem Zahntechniker als Vorlage für die Anfertigung Ihrer individuellen Krone, Brücke oder Prothese dienen. Unter Berücksichtigung von Farbe, Form und Passgenauigkeit wird der Zahnersatz im Labor hergestellt. Abschließend wird der endgültige Zahnersatz auf das Abutment befestigt. Der Zahnarzt prüft die Passform, die Okklusion (den Biss) und die Ästhetik.

Materialien und Arten von Zahnimplantaten

Die Wahl des richtigen Implantatmaterials und die Art des Implantats sind entscheidend für den Langzeiterfolg der Behandlung. Die moderne Implantologie bietet hier vielfältige Optionen:

Materialien

  • Titan: Dies ist das am häufigsten verwendete Material in der Implantologie. Reines Titan und Titanlegierungen (z.B. Titan-Aluminium-Vanadium) zeichnen sich durch eine hervorragende Biokompatibilität aus. Das bedeutet, sie werden vom Körper gut angenommen und lösen keine Abstoßungsreaktionen aus. Die Osseointegration, also das Verwachsen des Knochens mit dem Implantat, ist bei Titan hervorragend. Titan ist zudem sehr stabil, korrosionsbeständig und leicht.
  • Keramik (Zirkonoxid): In den letzten Jahren haben sich auch Keramikimplantate (oft aus Zirkonoxid) als Alternative zu Titan etabliert. Sie werden wegen ihrer ästhetischen Farbe (weiß) und ihrer Biokompatibilität geschätzt. Insbesondere für Patienten mit Metallunverträglichkeiten oder für Frontzahnbereiche, wo eine metallfreie Lösung erwünscht ist, können Keramikimplantate eine gute Wahl sein. Die Langzeitstudien zur Osseointegration und Haltbarkeit sind noch nicht so umfangreich wie bei Titan, aber die Ergebnisse sind vielversprechend.

Arten von Zahnimplantaten

  • Wurzelförmige Implantate (Endossale Implantate): Dies ist die am weitesten verbreitete Form. Sie werden direkt in den Kieferknochen eingesetzt und ähneln in ihrer Form einer natürlichen Zahnwurzel. Sie können unterschiedliche Oberflächenbeschichtungen aufweisen, um die Osseointegration zu verbessern.
  • Diskimplantate (Subperiostale Implantate): Diese Art von Implantat wird unter dem Zahnfleisch, aber auf dem Kieferknochen platziert. Sie werden seltener eingesetzt und sind eher eine Option, wenn nicht genügend Knochensubstanz für endossale Implantate vorhanden ist und eine Knochenaugmentation nicht möglich oder erwünscht ist.
  • Mini-Implantate: Sie sind dünner und kleiner als herkömmliche Implantate und werden häufig zur Stabilisierung von herausnehmbarem Zahnersatz (Prothesen) verwendet oder in Bereichen mit geringer Knochenbreite. Sie sind in der Regel schneller belastbar.

Die Auswahl des Implantats hängt von vielen Faktoren ab, darunter die Knochensituation, die vorgesehene Prothetik und die individuellen Bedürfnisse des Patienten. Ihr Zahnarzt wird die beste Option für Sie ermitteln.

Vorteile von Zahnimplantaten

Zahnimplantate bieten eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber anderen Methoden des Zahnersatzes:

  • Schonung der Nachbarzähne: Gesunde Nachbarzähne müssen nicht beschliffen werden, um als Brückenpfeiler zu dienen, was deren Integrität schützt.
  • Knochenerhalt: Implantate stimulieren den Kieferknochen und verhindern dessen Abbau, was wichtig für die Gesichtsstruktur und die Stabilität des gesamten Gebisses ist.
  • Natürliches Aussehen und Gefühl: Implantate sehen aus und fühlen sich an wie eigene Zähne, was zu einem hohen Tragekomfort und einem natürlichen Lächeln führt.
  • Hohe Stabilität und Festigkeit: Sie bieten eine solide Basis für Kronen, Brücken oder Prothesen und ermöglichen ein unbeschwertes Kauen.
  • Langlebigkeit: Bei guter Pflege können Zahnimplantate ein Leben lang halten.
  • Verbesserte Lebensqualität: Sie ermöglichen es Ihnen, wieder genussvoll zu essen, zu sprechen und zu lachen, ohne Einschränkungen.
  • Hygienefreundlichkeit: Implantatgetragener Zahnersatz lässt sich ähnlich wie natürliche Zähne pflegen.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Implantation potenzielle Risiken und Komplikationen, obwohl diese in der modernen Zahnmedizin selten sind und durch sorgfältige Planung und Ausführung minimiert werden können:

  • Infektion: Obwohl selten, kann es zu einer Infektion an der Implantationsstelle kommen. Eine gute Mundhygiene und postoperative Nachsorge sind entscheidend, um dies zu verhindern.
  • Nervenverletzungen: Bei der Implantation besteht theoretisch die Gefahr, Nerven zu verletzen, was zu Sensibilitätsstörungen führen kann. Dies wird durch präzise Planung, oft mit 3D-Bildgebung, weitgehend ausgeschlossen.
  • Schädigung umliegender Strukturen: Sehr selten kann es zu einer Schädigung von Nachbarzähnen oder der Kieferhöhle kommen.
  • Periimplantitis: Dies ist eine Entzündung des Gewebes um das Implantat herum, die ähnlich wie eine Parodontitis verlaufen kann. Sie kann durch mangelnde Mundhygiene, Rauchen oder systemische Erkrankungen begünstigt werden und zum Verlust des Implantats führen. Eine regelmäßige Kontrolle und professionelle Zahnreinigung sind essenziell.
  • Nicht-Einheilung (Osseointegrationsstörung): In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Kieferknochen nicht richtig mit dem Implantat verwächst. Dies kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. unzureichende Knochenqualität, zu frühe Belastung des Implantats oder systemische Erkrankungen. In solchen Fällen muss das Implantat in der Regel entfernt und nach ausreichender Heilung ein neuer Versuch unternommen werden.
  • Materialermüdung oder Bruch des Zahnersatzes: Obwohl selten, kann es vorkommen, dass die Krone, Brücke oder das Implantat selbst durch übermäßige Belastung beschädigt wird.

Ihr Zahnarzt wird Sie umfassend über alle potenziellen Risiken aufklären und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um diese zu minimieren.

Wer ist für eine Implantation geeignet?

Grundsätzlich ist fast jeder Erwachsene mit abgeschlossener Kieferentwicklung, der einen oder mehrere Zähne verloren hat und ansonsten gesund ist, ein potenzieller Kandidat für Zahnimplantate. Es gibt jedoch einige Kriterien, die erfüllt sein sollten:

  • Ausreichende Knochensubstanz: Es muss genügend Kieferknochen vorhanden sein, um das Implantat stabil zu verankern. Falls nicht, kann ein Knochenaufbau (Augmentation) in Erwägung gezogen werden.
  • Gesundes Zahnfleisch und gute Mundhygiene: Gesunde parodontale Verhältnisse sind wichtig, um Infektionen um das Implantat zu vermeiden. Eine gute Mundhygiene ist entscheidend für den langfristigen Erfolg.
  • Allgemeine Gesundheit: Bestimmte chronische Erkrankungen (z.B. unkontrollierter Diabetes, schwere Immunschwäche) oder die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Bisphosphonate) können das Risiko für Komplikationen erhöhen und müssen vom Zahnarzt berücksichtigt werden.
  • Nichtrauchen: Rauchen beeinträchtigt die Heilung und erhöht das Risiko für Periimplantitis. Starkes Rauchen kann eine Kontraindikation darstellen.
  • Alter: Es gibt keine absolute Altersgrenze, solange der allgemeine Gesundheitszustand gut ist. Bei Jugendlichen muss das Knochenwachstum abgeschlossen sein.

In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird Ihr Zahnarzt Ihre individuelle Eignung beurteilen.

Pflege von Zahnimplantaten

Die richtige Pflege ist entscheidend für die Langlebigkeit und den Erfolg Ihrer Zahnimplantate. Die Pflege ähnelt der von natürlichen Zähnen, erfordert aber besondere Aufmerksamkeit:

  • Regelmäßige und gründliche Zahnreinigung: Zweimal täglich sollten Sie Ihre Zähne mit einer weichen Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpasta reinigen. Achten Sie darauf, auch die Übergänge zwischen Zahnfleisch und Implantat sorgfältig zu reinigen.
  • Verwendung von Zahnseide und Interdentalbürsten: Um Speisereste und Plaque auch an schwer zugänglichen Stellen zu entfernen, sind Zahnseide und spezielle Interdentalbürsten unerlässlich.
  • Mundspülungen: Ihr Zahnarzt kann Ihnen antimikrobielle Mundspülungen empfehlen, insbesondere in der Heilungsphase oder bei erhöhtem Infektionsrisiko.
  • Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen: Viertel- oder halbjährliche Kontrolluntersuchungen und professionelle Zahnreinigungen sind unerlässlich. Ihr Zahnarzt überprüft den Zustand des Implantats, des Zahnfleisches und des Knochens und entfernt Beläge, die Sie zu Hause nicht erreichen können.
  • Vermeidung von Risikofaktoren: Rauchen sollte vermieden werden, da es die Heilung beeinträchtigt und das Risiko für Komplikationen erhöht. Eine ausgewogene Ernährung und eine gute allgemeine Gesundheit tragen ebenfalls zum Erfolg bei.
  • Vermeidung von übermäßiger Belastung: Vermeiden Sie das Kauen auf sehr harten Gegenständen oder das Öffnen von Verpackungen mit den Zähnen.

Zahnimplantate vs. andere Zahnersatzmöglichkeiten

Implantate bieten gegenüber herkömmlichen Zahnersatzarten wie Brücken oder herausnehmbaren Prothesen einige entscheidende Vorteile:

Merkmal Zahnimplantat Festsitzende Brücke Herausnehmbare Prothese
Schonung der Nachbarzähne Ja, Nachbarzähne bleiben unberührt. Nein, Nachbarzähne müssen beschliffen werden. Kein Eingriff an Nachbarzähnen, aber oft Halteelemente sichtbar.
Knochenerhalt Ja, stimuliert den Kieferknochen und verhindert Abbau. Kann Knochenabbau unter der Brücke nicht verhindern. Kann Knochenabbau unter der Prothese nicht verhindern.
Stabilität und Kaufunktion Sehr hoch, ähnlich natürlichen Zähnen. Hoch, aber abhängig von Pfeilerzähnen. Mäßig bis gut, abhängig von Stützelementen und Anpassung.
Ästhetik Sehr gut, naturgetreue Nachbildung. Gut, aber abhängig von Gestaltung und Nachbarzähnen. Kann gut sein, aber manchmal künstlicher Eindruck.
Komfort Sehr hoch, fühlt sich wie eigene Zähne an. Hoch. Kann eingeschränkt sein, Anpassungsschwierigkeiten möglich.
Langlebigkeit Potenziell lebenslang bei guter Pflege. 10-15 Jahre, abhängig von Pflege und Zustand der Pfeilerzähne. 5-10 Jahre, Anpassung und Neuanfertigung nötig.
Pflegeaufwand Ähnlich wie bei natürlichen Zähnen, mit besonderer Beachtung der Implantatpflege. Regelmäßige Reinigung, wie bei natürlichen Zähnen. Tägliche Reinigung der Prothese, sorgfältige Mundhygiene.

Kosten von Zahnimplantaten

Die Kosten für Zahnimplantate können stark variieren und hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Anzahl der Implantate: Je mehr Implantate benötigt werden, desto höher sind die Gesamtkosten.
  • Art des Implantats und des Materials: Titanimplantate sind üblich, Keramikimplantate können teurer sein.
  • Komplexität des Falls: Ein einfacher Fall (z.B. Einzelzahnlücke) ist günstiger als ein komplexer Fall (z.B. Vollbezahnung mit Knochenaufbau).
  • Notwendigkeit von Zusatzleistungen: Knochenaufbau (Augmentation), Sinuslift oder die Korrektur von Zahnfleischproblemen erhöhen die Kosten.
  • Regionale Unterschiede und Honorar des Zahnarztes: Die Preise können je nach Zahnarztpraxis und Region variieren.
  • Kosten für den Zahnersatz (Krone, Brücke, Prothese): Diese Kosten sind separat zu kalkulieren und hängen vom Material und der Art des Zahnersatzes ab.

Eine genaue Kostenschätzung kann erst nach einer umfassenden Untersuchung und Behandlungsplanung erfolgen. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel nur einen Teil der Kosten für zahnärztliche Behandlungen, was bedeutet, dass ein Eigenanteil anfällt. Es empfiehlt sich, sich frühzeitig über Finanzierungsmöglichkeiten und mögliche Zuschüsse zu informieren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Zahnimplantologie ist ein wichtiger Teilbereich der Zahnmedizin

1. Tut eine Implantation weh?

Die Implantation wird unter lokaler Betäubung durchgeführt, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen verspüren. Nach dem Eingriff können leichte bis moderate Schmerzen auftreten, die jedoch mit herkömmlichen Schmerzmitteln gut kontrollierbar sind. Viele Patienten beschreiben die Schmerzen nach dem Eingriff als vergleichbar mit denen nach einer Zahnentfernung.

2. Wie lange dauert die gesamte Behandlung mit Zahnimplantaten?

Die gesamte Behandlungsdauer kann je nach individuellem Heilungsverlauf und Komplexität des Falls variieren. Nach dem chirurgischen Einsetzen der Implantate folgt eine Einheilungsphase von etwa 3 bis 6 Monaten, in der der Knochen mit dem Implantat verwächst. Erst danach wird der endgültige Zahnersatz angefertigt und eingesetzt. Die gesamte Behandlungsdauer liegt typischerweise zwischen 6 und 12 Monaten.

3. Sind Zahnimplantate für immer haltbar?

Zahnimplantate selbst, insbesondere die Titanimplantate, haben eine sehr hohe Erfolgsquote und sind bei guter Pflege und Mundhygiene oft ein Leben lang haltbar. Die darauf befestigten Kronen, Brücken oder Prothesen können je nach Material und Beanspruchung eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren oder länger haben und müssen gegebenenfalls erneuert werden.

4. Was passiert, wenn ein Implantat nicht einheilt?

Wenn ein Implantat nicht richtig mit dem Kieferknochen verwächst (Osseointegrationsstörung), wird es in der Regel wieder entfernt. Nach einer angemessenen Heilungsphase kann versucht werden, ein neues Implantat zu setzen, eventuell unter Berücksichtigung der Ursachen für das frühere Versagen. Dies kann durch eine verbesserte Planung oder zusätzliche Maßnahmen wie Knochenaufbau geschehen.

5. Kann ich sofort nach der Implantation wieder essen?

Direkt nach dem Eingriff sollten Sie weiche Speisen zu sich nehmen und das Kauen auf der betroffenen Seite vermeiden, um das Implantat nicht zu belasten. Ihr Zahnarzt wird Ihnen genaue Anweisungen zur Ernährung nach der Operation geben. In vielen Fällen wird ein provisorischer Zahnersatz eingesetzt, der das Kauen erleichtert.

6. Wie unterscheidet sich die Pflege von Implantaten von der Pflege natürlicher Zähne?

Die Grundprinzipien der Hygiene sind gleich: regelmäßiges Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten sind unerlässlich. Bei Implantaten ist es jedoch besonders wichtig, auch die Übergänge zum Zahnfleisch sorgfältig zu reinigen, um Entzündungen (Periimplantitis) vorzubeugen. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind bei Implantaten noch wichtiger, um deren Zustand langfristig zu überwachen.

7. Werden die Kosten für Zahnimplantate von der Krankenkasse übernommen?

Die Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen ist begrenzt und richtet sich nach der Art des Zahnersatzes und dem individuellen Befund. In der Regel wird ein Festzuschuss gewährt, der sich an den Kosten für eine Regelversorgung orientiert. Für die Mehrkosten, die durch die hochwertigere Implantatversorgung entstehen, müssen Sie in der Regel selbst aufkommen. Private Zusatzversicherungen oder eine private Krankenversicherung können die Kostenübernahme verbessern.

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