Was versteht man unter Augeninnendruck?

Wenn du dich fragst, was genau mit Augeninnendruck gemeint ist und warum dieser Wert für deine Augengesundheit so entscheidend sein kann, bist du hier genau richtig. Dieser Text richtet sich an alle, die mehr über die Messung, die Ursachen und die möglichen Folgen eines erhöhten Augeninnendrucks erfahren möchten, insbesondere im Hinblick auf präventive Maßnahmen und das Verständnis möglicher Augenerkrankungen wie Glaukom.

Was versteht man unter Augeninnendruck?

Der Augeninnendruck, auch als Intraokularer Druck (IOD) bezeichnet, ist der Druck des Kammerwassers im Inneren deines Auges. Dieses Kammerwasser ist eine klare, wässrige Flüssigkeit, die sich im vorderen Teil deines Auges befindet, zwischen der Hornhaut und der Iris (die farbige Stelle deines Auges) sowie hinter der Iris und vor der Linse. Es wird kontinuierlich produziert und fließt über ein spezielles Drainagesystem, das Trabekelwerk, aus dem Auge ab. Dieser ständige Kreislauf hält den Druck im Auge konstant und sorgt für die notwendige Form und Nährstoffversorgung der Augenstrukturen.

Der Augeninnendruck ist ein dynamischer Wert und kann im Laufe des Tages leichten Schwankungen unterliegen. Er wird in Millimetern Quecksilbersäule (mmHg) gemessen. Ein normaler Augeninnendruck liegt in der Regel zwischen 10 und 21 mmHg. Werte außerhalb dieses Bereichs, insbesondere ein anhaltend erhöhter Augeninnendruck, können ein Warnsignal für ernste Augenerkrankungen sein, allen voran das Glaukom, auch bekannt als grüner Star.

Wie wird der Augeninnendruck gemessen?

Die Messung des Augeninnendrucks ist ein wichtiger Bestandteil jeder augenärztlichen Untersuchung. Sie ist schmerzfrei und dauert nur wenige Sekunden. Es gibt verschiedene Methoden zur Messung des IOD:

  • Applanationstonometrie: Dies ist die gebräuchlichste und präziseste Methode. Dabei wird ein spezielles Gerät, das Spaltlampen-Applanationstonometer (z.B. nach Goldmann), verwendet. Dein Auge wird zunächst mit einem tropfenweise verabreichten Anästhetikum betäubt und eine fluoreszierende Flüssigkeit aufgetragen. Anschließend wird der Kopf an ein Spaltlampengerät gelehnt. Der Augenarzt oder die medizinische Fachkraft bringt das Messinstrument vorsichtig mit der vorderen Oberfläche der Hornhaut deines Auges in Kontakt. Die Kraft, die benötigt wird, um eine kleine Fläche der Hornhaut abzuflachen (applanieren), wird gemessen und ergibt den Augeninnendruckwert.
  • Berührungslose Tonometrie (Luftstoß-Tonometer): Bei dieser Methode wird kein direkter Kontakt mit dem Auge hergestellt. Ein Luftstoß wird auf die Hornhaut deines Auges gerichtet, wodurch diese leicht eingedellt wird. Das Gerät misst die Intensität des Luftstoßes, der notwendig ist, um eine bestimmte Abflachung zu erreichen. Diese Methode ist sehr schnell und wird oft als Screening-Verfahren eingesetzt. Sie ist jedoch weniger präzise als die Applanationstonometrie, insbesondere bei stark verformten Hornhäuten.
  • Perkussions- oder Indentations-Tonometrie: Frühere Methoden, die heute seltener verwendet werden, basieren auf dem Prinzip, dass ein kleiner Stempel auf die Hornhaut gedrückt wird. Die Eindringtiefe oder die Reaktion des Auges auf einen leichten Schlag wird gemessen.

Die Wahl der Messmethode kann von der Praxis des Arztes, der Verfügbarkeit der Geräte und der individuellen Situation des Patienten abhängen. Unabhängig von der Methode ist die regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks essenziell für die Früherkennung von Sehnervenschäden.

Faktoren, die den Augeninnendruck beeinflussen

Der Augeninnendruck ist nicht statisch und kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden. Das Verständnis dieser Einflussgrößen ist wichtig, um Schwankungen richtig einordnen zu können:

  • Flüssigkeitsproduktion und -abfluss: Das empfindlichste Gleichgewicht besteht zwischen der Produktion von Kammerwasser durch den Ziliarkörper und seinem Abfluss über das Trabekelwerk und den uveoskleralen Abflussweg. Jegliche Störung in diesem System kann den Druck beeinflussen.
  • Dicke und Elastizität der Hornhaut: Die Hornhaut spielt eine Rolle bei der Messung. Eine dickere Hornhaut kann zu einer Überschätzung des Augeninnendrucks führen, während eine dünnere Hornhaut zu einer Unterschätzung beitragen kann. Dieses Phänomen wird als zentrale Hornhautdicke (ZHKD) bezeichnet und wird bei der Interpretation der Messergebnisse zunehmend berücksichtigt.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter kann sich das Gleichgewicht von Produktion und Abfluss des Kammerwassers verändern, was das Risiko für einen erhöhten Augeninnendruck steigert.
  • Genetische Veranlagung: Familiäre Vorbelastungen spielen eine Rolle. Wenn Glaukom in deiner Familie vorkommt, ist dein Risiko, ebenfalls betroffen zu sein, erhöht.
  • Bestimmte Medikamente: Kortisonpräparate, insbesondere in Form von Augentropfen, können bei längerer Anwendung den Augeninnendruck signifikant erhöhen und ein Glaukom auslösen (Steroidglaukom). Auch manche systemisch eingenommenen Medikamente können den IOD beeinflussen.
  • Systemische Erkrankungen: Krankheiten wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck (Hypertonie) oder Schilddrüsenerkrankungen (z.B. Morbus Basedow) können indirekt den Augeninnendruck beeinflussen oder das Risiko für Glaukom erhöhen.
  • Augenoperationen oder -verletzungen: Eingriffe am Auge oder Traumata können das Drainagesystem schädigen und den Augeninnendruck verändern.
  • Tageszeitliche Schwankungen: Der Augeninnendruck ist morgens oft am höchsten und sinkt im Laufe des Tages ab.
  • Körperliche Aktivität und Haltung: Lagern oder Kopfüber-Positionen können den Augeninnendruck kurzzeitig erhöhen. Bestimmte Sportarten mit hoher körperlicher Belastung sollten bei erhöhtem Augeninnendruck mit Vorsicht ausgeübt werden.
  • Ernährung und Lebensstil: Während die direkten Auswirkungen geringer sind, können ein ungesunder Lebensstil, Flüssigkeitsaufnahme und Koffein kurzfristige Effekte haben.

Was sind Grenzwerte und Normalbereiche?

Der als „normal“ geltende Bereich für den Augeninnendruck liegt in der Regel zwischen 10 und 21 mmHg. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass dies ein Durchschnittswert ist und die individuelle Toleranz für den Augeninnendruck variieren kann. Nicht jeder, der einen Augeninnendruck über 21 mmHg hat, entwickelt automatisch ein Glaukom. Man spricht dann von okularer Hypertension.

Umgekehrt können einige Menschen mit einem Augeninnendruck innerhalb des Normalbereichs dennoch Sehnervenschäden erleiden, was als Normaldruckglaukom bezeichnet wird. Die Diagnose eines Glaukoms basiert daher nicht allein auf dem Augeninnendruck, sondern wird durch die Beurteilung des Sehnervenkopfes, des Gesichtsfeldes und gegebenenfalls weiterer spezieller Untersuchungen gestellt.

Die Beurteilung des Augeninnendrucks erfolgt immer im Gesamtkontext der individuellen Risikofaktoren und der Befunde bei der augenärztlichen Untersuchung.

Die Bedeutung des Augeninnendrucks für die Augengesundheit

Der Augeninnendruck spielt eine entscheidende Rolle für die Gesunderhaltung deines Auges. Er sorgt dafür, dass das Auge seine kugelige Form behält, was für die korrekte Brechung des Lichts auf der Netzhaut unerlässlich ist. Darüber hinaus versorgt das Kammerwasser die inneren Augenstrukturen, wie die Linse und die Hornhaut, mit Nährstoffen und Sauerstoff und transportiert Stoffwechselabfallprodukte ab.

Ein konstant erhöhter Augeninnendruck, der über einen längeren Zeitraum besteht, kann jedoch schädlich sein. Der erhöhte Druck kann den empfindlichen Sehnerv schädigen. Der Sehnerv ist eine Bündel von Nervenfasern, die die visuellen Informationen vom Auge zum Gehirn leiten. Wenn die Nervenfasern im Sehnerv durch den hohen Druck komprimiert oder geschädigt werden, gehen nach und nach Nervenzellen verloren. Dieser Verlust ist irreversibel und führt zu Ausfällen im Gesichtsfeld, die oft schleichend und unbemerkt beginnen.

Die häufigste Folge eines dauerhaft erhöhten Augeninnendrucks ist das Glaukom. Das Glaukom ist eine fortschreitende Erkrankung des Sehnervs, die bei Nichtbehandlung zur Erblindung führen kann. Daher ist die regelmäßige Messung des Augeninnendrucks und die frühzeitige Erkennung von Veränderungen unerlässlich, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen.

Was passiert bei einem erhöhten Augeninnendruck?

Ein erhöhter Augeninnendruck, der als okulare Hypertension bezeichnet wird, ist zunächst ein Risikofaktor für die Entwicklung eines Glaukoms, aber noch keine Erkrankung selbst. Wenn der Augeninnendruck jedoch über einen längeren Zeitraum zu hoch ist, kann er den Sehnerv schädigen. Die Folgen dieses Druckschadens am Sehnerv sind:

  • Sehnervenschäden: Die Nervenfasern im Sehnervenkopf werden langsam zerstört. Dies zeigt sich bei der augenärztlichen Untersuchung oft als typische Ausbuchtung oder Schädigung der Papille (der Eintrittsstelle des Sehnervs ins Auge).
  • Gesichtsfeldverlust: Die ersten Ausfälle im Gesichtsfeld treten meist peripher auf und werden vom Betroffenen oft erst spät bemerkt. Typischerweise fallen zunächst dunkle Flecken oder „Schatten“ am Rand des Blickfeldes auf. Mit fortschreitender Schädigung können diese Ausfälle bis zum sogenannten „Röhrenblick“ fortschreiten, bei dem nur noch der zentrale Bereich scharf gesehen wird.
  • Akuter Glaukomanfall (Engwinkelglaukom): In seltenen Fällen kann es zu einem plötzlichen, schmerzhaften Anstieg des Augeninnendrucks kommen. Dies geschieht typischerweise bei Menschen mit einem engen Kammerwinkel, wenn der Abfluss des Kammerwassers blockiert wird. Symptome sind heftige Augenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen mit Ringen um Lichtquellen und eine gerötete Bindehaut. Ein akuter Glaukomanfall ist ein augenärztlicher Notfall, der sofort behandelt werden muss, um irreversible Schäden zu verhindern.

Es ist wichtig zu betonen, dass viele Menschen mit erhöhtem Augeninnendruck keine Symptome haben. Deshalb sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen so entscheidend. Die frühzeitige Erkennung und Behandlung des erhöhten Augeninnendrucks kann das Risiko eines irreversiblen Sehnervenschadens erheblich reduzieren.

Was passiert bei einem zu niedrigen Augeninnendruck?

Ein zu niedriger Augeninnendruck, medizinisch als Hypotonie bezeichnet, ist seltener als ein erhöhter IOD, kann aber ebenfalls problematisch sein. Ein anhaltend zu niedriger Druck kann dazu führen, dass das Auge seine Form verliert und kollabiert. Dies kann zu folgenden Problemen führen:

  • Schädigung des Sehnervs: Ähnlich wie bei einem zu hohen Druck kann auch ein zu niedriger Druck den Sehnerv schädigen, da er nicht mehr ausreichend gestützt wird.
  • Netzhautablösung: Durch den Kollaps des Augapfels kann es zu einer Netzhautablösung kommen.
  • Astigmatismus (Hornhautverkrümmung): Die Formveränderung des Auges kann zu einer Zunahme oder Veränderung des Astigmatismus führen.
  • Schmerzen und Rötung: In akuten Fällen kann ein starker Druckabfall zu Schmerzen und einer Rötung des Auges führen.

Ursachen für einen zu niedrigen Augeninnendruck können sein: schwere Entzündungen im Auge (Uveitis), schwere Verletzungen, bestimmte Augenoperationen, eine übermäßige Gabe von drucksenkenden Medikamenten oder systemische Erkrankungen. Die Behandlung zielt darauf ab, die Ursache zu beheben und den Augeninnendruck wieder in den Normalbereich zu bringen.

Was kann man selbst tun?

Während du den Augeninnendruck nicht direkt selbst beeinflussen kannst, gibt es Maßnahmen, die deine Augengesundheit unterstützen und zur Früherkennung von Problemen beitragen können:

  • Regelmäßige augenärztliche Kontrollen: Dies ist die wichtigste Maßnahme. Lasse deinen Augeninnendruck mindestens alle zwei Jahre messen, ab dem Alter von 40 Jahren vielleicht sogar jährlich, und bei Vorerkrankungen oder Risikofaktoren entsprechend häufiger.
  • Informiere deinen Arzt: Gib deinem Augenarzt Auskunft über familiäre Vorbelastungen, bestehende Erkrankungen (wie Diabetes, Bluthochdruck) und die Einnahme von Medikamenten (insbesondere Kortison).
  • Gesunder Lebensstil: Eine ausgewogene Ernährung, reich an Antioxidantien (Obst, Gemüse), und regelmäßige Bewegung können die allgemeine Gesundheit und damit auch die Augengesundheit fördern.
  • Vermeide übermäßiges Rauchen: Rauchen ist ein Risikofaktor für viele Krankheiten, einschließlich des Glaukoms.
  • Achte auf deine Augen: Wenn du plötzliche Veränderungen des Sehens bemerkst, Schmerzen hast oder Lichtempfindlichkeit entwickelst, suche umgehend einen Augenarzt auf.
  • Vorsicht bei Sportarten: Bei bekannten Risiken oder erhöhtem Augeninnendruck solltest du mit deinem Augenarzt über die Eignung bestimmter Sportarten sprechen, insbesondere solche mit ruckartigen Bewegungen oder starkem Pressen (z.B. Gewichtheben).

Übersicht: Das Wichtigste zum Augeninnendruck

Kategorie Beschreibung
Definition Druck des Kammerwassers im Auge, gemessen in mmHg. Sorgt für Form und Nährstoffversorgung des Auges.
Normalbereich Ca. 10 bis 21 mmHg. Individuelle Toleranz ist wichtig.
Risikoerhöhung Über 21 mmHg kann auf okulare Hypertension hindeuten, ein Risikofaktor für Glaukom.
Diagnostik Applanationstonometrie (Goldmann), berührungslose Tonometrie. Wichtig: Regelmäßige Kontrollen.
Folgen eines erhöhten Drucks Schädigung des Sehnervs, Gesichtsfeldverlust (Glaukom).
Wichtige Maßnahmen Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen, gesunder Lebensstil.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Was versteht man unter Augeninnendruck?

Was ist der normale Augeninnendruck?

Der als normal geltende Bereich für den Augeninnendruck liegt in der Regel zwischen 10 und 21 Millimetern Quecksilbersäule (mmHg). Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass dies ein Durchschnittswert ist und die individuelle Toleranz für den Augeninnendruck variieren kann. Nicht jeder mit einem Druck über 21 mmHg entwickelt automatisch ein Glaukom, und umgekehrt können manche Menschen mit einem Druck im Normalbereich dennoch Sehnervenschäden erleiden.

Wie merke ich, ob mein Augeninnendruck zu hoch ist?

Ein erhöhter Augeninnendruck verursacht in den meisten Fällen lange Zeit keine Symptome. Bei einem schleichenden Anstieg des Drucks (wie beim chronischen Glaukom) bemerkst du zunächst keine Veränderungen. Erst im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Einschränkungen des Gesichtsfeldes, die oft am Rand beginnen und schleichend fortschreiten. Ein akuter, schmerzhafter Anstieg des Augeninnendrucks (akuter Glaukomanfall) ist ein Notfall und äußert sich durch starke Augenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen. Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt sind daher unerlässlich.

Kann man den Augeninnendruck selbst senken?

Nein, du kannst den Augeninnendruck nicht direkt selbst senken. Die Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks erfolgt durch einen Augenarzt mittels verschriebener Augentropfen, Medikamenten oder in einigen Fällen durch Laserbehandlungen oder Operationen. Du kannst jedoch durch einen gesunden Lebensstil, regelmäßige Bewegung und die Vermeidung von Risikofaktoren wie Rauchen indirekt zur allgemeinen Augengesundheit beitragen.

Was bedeutet okulare Hypertension?

Okulare Hypertension bezeichnet einen Augeninnendruck, der konstant über dem Normalwert von 21 mmHg liegt, aber noch keine sichtbaren Schäden am Sehnerv oder Gesichtsfeld verursacht. Es ist ein Risikofaktor für die Entwicklung eines Glaukoms. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind hier besonders wichtig, um eine Progression zu überwachen.

Ist Glaukom immer mit einem hohen Augeninnendruck verbunden?

Nein, nicht immer. Während ein erhöhter Augeninnendruck der häufigste Risikofaktor für Glaukom ist, gibt es auch die Form des Normaldruckglaukoms. Hierbei erleidet der Sehnerv Schäden, obwohl der Augeninnendruck im als normal geltenden Bereich liegt. Die Diagnose basiert daher auf einer umfassenden Untersuchung des Sehnervs und des Gesichtsfeldes, nicht allein auf der Druckmessung.

Welche Rolle spielt die Hornhautdicke bei der Messung des Augeninnendrucks?

Die Dicke deiner Hornhaut kann das Ergebnis der Augeninnendruckmessung beeinflussen. Eine dickere Hornhaut kann dazu führen, dass der gemessene Druck zu hoch erscheint (Überschätzung), während eine dünnere Hornhaut zu einer Unterschätzung führen kann. Moderne Augenärzte berücksichtigen die zentrale Hornhautdicke (ZHKD) bei der Interpretation der Messergebnisse, um eine genauere Einschätzung zu erhalten.

Ab welchem Alter sollte man den Augeninnendruck regelmäßig überprüfen lassen?

Es wird empfohlen, den Augeninnendruck spätestens ab dem Alter von 40 Jahren regelmäßig überprüfen zu lassen, idealerweise einmal jährlich. Bei familiärer Vorbelastung für Glaukom oder dem Vorliegen anderer Risikofaktoren kann der Augenarzt eine frühere oder häufigere Kontrolle empfehlen.

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