Natrium in der Ernährung

Natrium ist einer der Mineralstoffe, die für den Körper unverzichtbar sind. Vor allem für den extrazellulären Raum ist Natrium überaus wichtig. Natrium ist Bestandsteil von Speise-, bzw. Kochsalz, zusammen mit Chlorid. Außerhalb der Zellen ist Natrium um etwa 15fach höher, als in den Zellen, also im interzellulären Raum.

Dabei steht der Großteil von Natrium als Reserve zur Verfügung. Dies ist unbedingt notwendig, denn durch körperliche Aktivitäten ein guter Teil von Natrium verloren geht. So zum Beispiel beim Schwitzen. Auch ist Natriumverlust bei Erbrechen und Durchfall gegeben. In der Regel gelangt Natrium durch den Verzehr von Speisesalz in den Körper. Durch die tägliche Nahrung nimmt man etwa die 5- bis 6-fache Menge des Tagesbedarfs an Natrium zu sich, somit ist ein Mangel nur selten gegeben.

Natrium ist für einige wichtige Funktionen im Körper verantwortlich. Seine wichtigste Aufgabe besteht jedoch in der Regulierung des Wasserhaushalts im Körper. Eine weitere wichtige Aufgabe besteht in der Regulierung des Säuren-Basen-Haushalts des Blutes. Natrium ist ein Mineralstoff, der zudem auch für die Aktivierung bestimmter Enzyme unabdingbar ist. Weitere wichtige Aufgaben erfüllt Natrium in der Impulsübertragung in Nerven und Muskelzellen. Für die Muskelkontraktion spielt Natrium eine entscheidende Rolle.

Bedarf an Natrium – schwankt je nach körperlicher Aktivität

Der genaue Bedarf an Natrium lässt sich nicht allgemein bestimmen. Zu viele Faktoren spielen für die individuelle Berechnung eine große Rolle. So benötigt man mehr Natrium, wenn man sich regelmäßig sportlich betätigt und dabei ins Schwitzen kommt, aber auch, wenn man häufiger zum Erbrechen, oder zu Durchfällen neigt. In solchen Fällen geht viel Natrium kurzfristig verloren.

Aus diesen Gründen kann man nur eine ungefähre Empfehlung für den Tagesbedarf aussprechen. Diese Empfehlung liegt bei Jugendlichen und gesunden Erwachsenen bei 500-550mg pro Tag. Diese Menge ist locker zu schaffen, wenn man bedenkt, dass Kochsalz in beinahe allen Nahrungsmitteln vorkommt. Zusätzlich verwendet man Speisesalz zum Würzen von Speisen, oder Gemüse, auch wenn dies roh verzehrt wird. Natürlich ist die tägliche Aufnahme stark von den Würz- und Ernährungsgewohnheiten abhängig. Einige Erkrankungen, wie z.B. Mukoviszidose erfordern eine erhöhte Natriumaufnahme.

Nahrungsmittel, die Natrium enthalten

Eigentlich sind fast alle Lebensmittel natriumhaltig. Meist ist Natrium in Form von Kochsalz in den Lebensmitteln vorhanden. Durch die tägliche Ernährung nimmt man in der Regel etwa die 5- bis 6-fache Menge des täglichen Bedarfs an Natrium zu sich.

Folgende Lebensmittel enthalten relativ viel Natrium:

  • Ketchup
  • Salzstangen und anderes gesalzenes Knabbergebäck
  • Salami
  • eingelegte, marinierte Oliven
  • Salzheringe
  • Salami
  • Brie
  • Schmelzkäse
  • Sardinen
  • geräucherter Fisch, insb. Aal
  • eingelegtes Gemüse (Dose, Glas etc.)
  • Sauerkraut
  • Brot, Backwaren
  • Schinken
  • Milchpulver
  • Würstchen (auch im Glas/Dose)

Relativ wenig Natrium ist in :

Fernarzt
  • Geflügel
  • Frischgemüse
  • Eigelb
  • Thunfisch
  • Aal (frisch)
  • Forelle (frisch)
  • Barsch (frisch)
  • Lachs (frisch)
  • Kleie
  • Getreide
  • Hülsenfrüchte

Ein Mangel an Natrium entsteht in der Regel durch häufiges Erbrechen, oder Durchfall, sowie durch übermäßiges Schwitzen. Insbesondere Kinder und ältere Menschen können hiervon betroffen sein. Natriummangel kann im Wasserhaushalt des Körpers große Schäden anrichten, vor allem, wenn dieser vollkommen außer Kontrolle gerät. Natriummangel hat jedoch keine typischen Symptome, der Verdacht liegt erst nahe, wenn die Umstände und die Symptome zusammenkommen. Natriummangel kann sich in Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Muskelschwäche und -krämpfe, sowie in Verwirrtheit äußern.

Ein Zuviel an Natrium muss nicht zwingend als gefährlich eingestuft werden. In der Regel scheidet man den Überschuss an Natrium über die Nieren wieder aus. Bekannt ist allerdings, dass hohe Natriumwerte auf den Blutdruck nachteilig wirken. Deshalb ist vor allem bei Patienten, die an Bluthochdruck leiden, auf eine salzarme Ernährung zu achten. Bestimmte Erkrankungen der Nieren erfordern eine kontrollierte Natriumzufuhr. Die Beschwerden einer Natriumüberdosierung ähneln denen des Natriummangels, nur, dass hier zusätzlich ein verstärktes Durstgefühl hinzukommt. Fieber und Muskelzuckungen, sowie Unruhe können ebenfalls Anzeichen für einen Natriumüberschuss sein.

Quelle: Hajnalka Prohaska

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