Was tut man bei Durchfall (Diarrhö)?

Akuter Durchfall ist wohl für die meisten von uns mehr als nur eine unangenehme Angelegenheit. Akuter Durchfall bedeutet aber für unseren Körper, dass er Schwerstarbeit verrichten muss. Doch was tun gegen Durchfall? Selbstverständlich gibt es gegen Durchfall entsprechende Medikamente und gegen leichten Durchfall helfen oftmals schon altbewährte Hausmittel.

Oberstes Gebot bei Durchfall ist trinken, trinken und nochmals trinken. Das ist überaus wichtig um die verlorenen Elektrolyte wieder zu ersetzen. Wer Durchfall hat, der hat einen besonders hohen Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust. Diese Verluste lassen sich am besten durch Getränke wie Mineralwasser Kräutertee oder spezielle Elektrolytpräparate auffangen. Ist der Durchfall allerdings sehr stark, dann reicht dies in der Regel nicht aus. In diesem Fall ist es besser in der Apotheke eine Elektrolytlösung gegen Durchfall zu kaufen.

Was ist Durchfall?

Als Durchfall, oder medizinisch Diarrhö, wird ein Stuhlgang bezeichnet, der bei Erwachsenen mehr als dreimal täglich auftritt, in der Menge vermehrt und wässrig. Ursachen hierfür sind Krankheitserreger und Gifte, die die Zellen der Darmschleimhaut schädigen. Der Körper versucht nun, die Eindringlinge möglichst schnell auszuscheiden. Dabei verliert er Wasser und Mineralsalze.

Zu unterscheiden sind der akute und der chronische Durchfall. Ersterer tritt plötzlich auf und dauert meist nur wenige Tage an. Chronischer Durchfall hängt mit vielen verschiedenen und ernsthaften Krankheiten zusammen. Die Symptome treten über zwei bis vier Wochen wiederholt in Schüben auf. In den meisten Fällen ist Durchfall akut. Das heißt, er ist nicht gefährlich und man kann mit eigenen Mitteln dagegen ankämpfen.

Oft reicht eine einfache Behandlung durch Hausmittel oder eine Anpassung der Ernährung, um Durchfall zu stoppen. Die Behandlung von Durchfall hat verschiedene Ziele: Zum einen muss der Flüssigkeits- und Elektrolytverlust ausgeglichen werden, zum anderen die geschädigte Darmflora bei ihrem Aufbau unterstützt werden.

Medikamente gegen Durchfall

Zum einen gibt es die sogenannten Motilitätshemmer gegen Durchfall. Dazu gehört beispielsweise Loperamid. Diese reduzieren die übermäßigen Darmbewegungen, so steht mehr Zeit zur Verfügung die Flüssigkeit aus dem Darm aufzunehmen. Für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahre ist das Medikament Loperamid in der Apotheke frei verkäuflich erhältlich. Bei Kindern von 2-12 Jahren ist ein ärztliches Rezept notwendig. Im Rahmen einer Selbstmedikation, sollte Loperamid nicht länger als zwei Tage ohne ärztliche Aufsicht eingenommen werden.

Als zweite Gruppe sind dann noch die sogenannten Sekretionshemmer zu nennen, die gegen Durchfall eingesetzt werden. Sekretionshemmer wie beispielsweise der Wirkstoff Racecadotril sorgen dafür, dass bei akutem Durchfall nicht zu viel Flüssigkeit und Elektrolyte in das Innere des Darms gelangen. Durchfalldauer und Stuhlfrequenz werden dadurch deutlich reduziert. Erkrankte Personen ab 18 Jahre können den Wirkstoff rezeptfrei in der Apotheke kaufen. Für Patienten ab drei Monate ist ein solches Medikament nur mit einem entsprechenden ärztlichen Rezept erhältlich.

Außerdem werden gegen Durchfall noch diese Wirkstoffe eingesetzt:

  • Quellstoffe wie beispielsweise Pektin
  • Aktivkohle oder auch medizinische Kohle genannt hat die Eigenschaft andere Stoffe binden zu können
  • Hefepilze oder gefriergetrocknete Hefe sind in der Lage bestimmte Bakterien zu binden und somit unschädlich zu machen. Allerdings ist ihr Nutzen bei der Therapie von Durchfall noch unklar. Sie können aber auch bei der Prophylaxe von Reisedurchfall zum Einsatz kommen
  • Adstringenzien sind gerbstoffhaltige Präparate die, die Darmschleimhaut verdichten. Dadurch wird weniger Wasser in das Innere des Darms abgegeben

Wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, vielleicht auch in Kombination mit Fieber auftritt oder sie sich extrem erschöpft fühlen, dann sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt auch dann, wenn der Durchfall Blutbeimengungen aufweist.

Hausmittel gegen Durchfall

Gegen Durchfall helfen meist auch Hausmittel, zumindest wenn es sich lediglich um eine leichte Durchfallerkrankung handelt. In der Regel verschwinden diese Beschwerden nach wenigen Tagen eh von ganz alleine. Hausmittel gegen Durchfall können hier aber unterstützen.

Auch hier gilt wieder viel Flüssigkeit zu trinken. Am besten eignen sich hierfür ungesüßte Tees wie beispielsweise

Fernarzt

Wenn Sie nicht so viel Tee trinken mögen und den Wasserhaushalt lieber mit Mineralwasser ausgleichen möchten, dann sollten Sie stilles Wasser zu sich nehmen.

Ein weiteres Hausmittel gegen Durchfall das sich bewährt hat, ist geriebener Apfel. Das im Apfel enthaltene Pektin wirkt quasi als Quellstoff, welcher die Eindickung des Stuhls bewirkt. Weiterhin haben Karotten einen hohen Pektingehalt. Selbstgekochte Karottensuppe ist daher ebenfalls ein wirksames Hausmittel gegen Durchfall.

Prinzipiell gilt, dass der Darmtrakt während der Durchfallerkrankung nicht überfordert wird. Daher sollten Sie unbedingt Nahrungsmittel vermeiden die schwer verdaulich sind.

Weitere Tipps bei Durchfall finden Sie auf frag-mutti.de oder in Apotheken vor Ort. Wichtig ist in jedem Fall einer Ansteckung eventuell durch strenge Hygienemaßnahmen wie mehrmaliges Händewaschen vorzubeugen. Viele lästige Durchfallerkrankungen lassen sich leicht vermeiden, wenn man Gefahrenquellen wie Eiswürfel, rohe Speisen (Fisch, Eier, Fleisch) sowie Soßen beachtet.

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