Mastdarmuntersuchung – Vorbeugung gegen Darmkrebs

Der Mastdarm ist ungefähr 15 bis 18 cm lang und liegt vor dem Anus, also dem Schließmuskel. Er liegt im kleinen Becken zwischen Harnblase (und Prostata beim Mann, bei der Frau ist noch die Gebärmutter und Scheide dazwischen) und dem Kreuzbein. Es ist ein Muskelschlauch, der innen mit der Darmschleimhaut ausgekleidet ist. Der unterste Teil des Mastdarmes ist der Schließmuskel.

Wann soll eine Mastdarmuntersuchung gemacht werden?

Eine Mastdarmuntersuchung soll regelmäßig gemacht werden, um Darmkrebs frühzeitig erkennen zu können, denn dann sind die Heilungschancen viel größer. Wenn Blut im Stuhl ist, wird ebenso eine solche Untersuchung dringend empfohlen. Auch wenn der Patient über Beschwerden beim Stuhlgang klagt, soll er sich einer Mastdarmuntersuchung unterziehen. Wenn eine Frau an Genitalkrebs erkrankt ist, so ist eine Mastdarmuntersuchung notwendig, um so etwaige Metastasen (Tochtergeschwüre des Krebses) zu erkennen.

Ablauf der Mastdarmuntersuchung

Das Gerät mit der die Untersuchung gemacht wird, heißt Rektoskop. Das ist ein starres Metallrohr und misst ungefähr 20 bis 30 Zentimeter. Am Ende des Gerätes ist ein Licht, um das Untersuchungsgebiet auszuleuchten und eine Vorrichtung, mit der, der Arzt Luft in den Darm pumpen kann. Dabei wird der Darm aufgedehnt und so kann ihn der Arzt besser untersuchen. Üblicherweise ist auch noch eine Kamera integriert, sodass der Arzt die Untersuchung am Monitor verfolgen kann und Veränderungen besser sehen kann.

Bei der Untersuchung können Gewebeproben genommen werden, wenn der Arzt verändertes Gewebe sieht. Sollte der Arzt Polypen im Darm feststellen, werden diese auch gleich während der Untersuchung entfernt. Eine halbe Stunde vor der Untersuchung bekommt der Patient einen Einlauf, um den Darm zu entleeren. Das ist etwas unangenehm, ist aber unbedingt notwendig um die Untersuchung durchführen zu lassen.

Es gibt verschiedene Positionen, die der Patient für die Untersuchung einnehmen kann. Eine ist, dass er sich auf die linke Seite legt und die Beine anwinkelt. Oder er kniet sich hin und stützt sich auf den Ellenbogen ab. Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Patient auf dem Rücken liegt und die Beine und Knie im 90 Grad Winkel abbiegt. Diese Position ähnelt der, der Position bei einer frauenärztlichen Untersuchung.


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Der Arzt tastet vor der Untersuchung den Darmausgang und auch den Analkanal ab. Dazu verwendet er oft ein Gleitgel. Hier kann der Arzt schon erkennen, ob der Patient eventuell Hämorrhoiden hat, oder eine Einengung des Darms vorliegt. Dann gibt er auf das Rektoskop ebenfalls Gleitmittel rauf, damit das Einführen für den Patienten angenehmer ist. Es ist wichtig, dass der Patient ruhig liegt, um so Verletzungen an der Darmwand zu vermeiden. Wenn er sehr nervös und aufgeregt ist, kann der Arzt auch ein leichtes Beruhigungsmittel verabreichen.

Gibt es bei der Mastdarmuntersuchung Komplikationen oder Nebenwirkungen?

Die Untersuchung ist eigentlich komplikationslos. Es kann zu einer Verletzung der Darmwand kommen, das ist aber sehr selten. Da das Gerät ein Fremdkörper ist, der eingeführt wird, kann es in seltensten Fällen zu Infektionen kommen. Wenn der Arzt während der Untersuchung eine Verödung von Blutgefäßen vornimmt, kann es sein, dass der Patient auf das Verödungsmittel allergisch reagiert. Darum sollten dem Arzt beim Vorgespräch vorhandene Allergien mitgeteilt werden. Wenn Polypen entfernt, oder Gewebeproben entnommen werden, kann es zu Nachblutungen kommen. Diese dauern aber nicht lange. Sollten sie länger anhalten, ist der Arzt zu informieren. Ein Druckgefühl, Schmerzen und Gefühlsstörungen nach einer Hämorrhoidenbehandlung treten öfter auf, dauern aber maximal einen Tag.

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Bezahlen die Kassen die Mastdarmuntersuchung?

Ab dem 50. Lebensjahr bezahlen die Kassen die Mastdarmuntersuchung im Rahmen der Krebsvorsorge. Sollte der Patient schon einmal an Unterleibskrebs erkrankt gewesen sein, so wird die Untersuchung ebenfalls bezahlt, denn es könnte sein, dass der Krebs Metastasen (Tochtergeschwüre) im Darm entwickelt.

Im Alter von 55 Jahren haben Patienten zwei Möglichkeiten der Untersuchung aus der sie wählen können. Eine ist die Spiegelung des Dickdarms. Diese wird dann alle 10 Jahre wiederholt. Oder sie lassen den Stuhl auf verborgenes Blut untersuchen. Diese Untersuchung wird im Abstand von zwei Jahren von den Kassen bezahlt. Sollte allerdings eine Krankheit vorliegt, die Untersuchungen im engeren Abstand erfordern, so werden auch diese Kosten übernommen.

Interessante Videos über Darmkrebsvorsorge

Autor: Heilpraktiker Felix Teske

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