Immunologie – Bedeutung der Immunologie

Bereits 430 vor Christus stellte der Geschichtsschreiber Thucydides in Griechenland fest, dass Menschen die an der attischen Seuche erkrankt waren und diese überlebt haben, die Menschen die erkrankt sind, pflegen können, ohne nochmals selbst daran zu erkranken. Um das Jahr 100 vor Christus wurden in China gesunde Menschen mit dem Eiter leicht Pockenkranker infiziert. Das geschah mittels einer Nadel. So konnte der Mensch, gesunde Antikörper gegen die Pocken entwickeln und so erkrankten sie nicht, oder nur leicht.

Was ist Immunologie?

Jeder Körper entwickelt Abwehrstoffe gegen verschiedene Substanzen. Das nennt man immun. Jedoch kann dieses Immunsystem auch gestört werden. Dann haben Krankheiten die Möglichkeit den Menschen anzugreifen. Eine Impfung ist nichts anderes, als die Aufforderung an den Körper gegen diese bestimmte Krankheit Antikörper zu bilden und so nicht zu erkranken. Bei einer Impfung wird dem Patienten eine hoch verdünnte Dosis der Krankheitserreger gespritzt.

Auch eine Allergie ist eine Immunerkrankung. Der Körper kann auf verschiedenes allergisch reagieren. Die bekanntesten Allergien sind solche gegen Hausstaub, Tierhaare und Pollen. Nicht alle Allergien sind angeboren, manche treten erst viel später auf, oft auch im Erwachsenenalter. Eine angeborene Allergie ist die Zöliakie. Das ist eine Allergie auf Getreide. Es gibt viele Möglichkeiten, dass das Immunsystem gestört wird. Das kann durch Infektionen geschehen wie zum Beispiel AIDS. Nach einer Organtransplantation sieht der Körper den transplantierten Teil als Fremdkörper an und versucht ihn abzuwehren. Darum bekommt der Patient ein Medikament, das das Immunsystem schwächt, damit das Organ nicht abgestoßen wird. Das muss er sein Leben lang einnehmen. Daher ist der Patient auch anfälliger, andere Krankheiten zu bekommen.

Ablauf der Immunologie

Der Arzt führt mit dem Patienten ein ausführliches Gespräch über seine Beschwerden. Eine Allergie kann verschiedene Symptome hervorrufen. Das können tränende Augen sein, juckende Hautausschläge, Niesanfälle oder Entzündungen. Sollte der Arzt eine Allergie vermuten, so wird er den Patienten befragen, mit welchen Substanzen er in Berührung gekommen ist, bzw. ob sich in letzter Zeit im Umfeld des Patienten etwas geändert hat.

Dann tropft der Arzt verschiedene Stoffe meist auf den Rücken oder den Unterarm des Patienten. Nach ein paar Tagen sind die Stellen, wo die Mittel drauf sind, auf die der Patient allergisch reagiert, gerötet. So kann der Arzt dann mit der Desensibilisierung beginnen. Das bedeutet, dass der Patient genau diese Substanzen in stark verdünnter Menge gespritzt bekommt. Das kann über einen langen Zeitraum erfolgen, bis eine Wirkung erzielt ist.

Sollte aus verschiedenen Gründen eine Desensibilisierung nicht möglich sein, so wird der Arzt dem Patienten andere Möglichkeiten aufzeigen, um die Allergie in den Griff zu bekommen. Bei Hausstaubmilbenallergie müssen alle fix verlegten Teppiche entfernt werden und die Matratze gegen eine spezielle antiallergene Matratze ausgetauscht werden. Bei anderen Allergien werden Medikamente gegeben. Im Verlauf der Behandlung wird der Arzt immer wieder Tests machen, um zu sehen, wie der Patient auf die Behandlung reagiert.

Vor einer Organtransplantation werden die Werte von Spenderorgan und Empfänger genau getestet. Je mehr Werte übereinstimmen, umso sicherer ist es, dass die Abstoßungsreaktion nicht so stark ist. Dennoch wird der Patient sein Leben lang auf Medikamente angewiesen sein, jedoch in geringerer Dosis. So wird der Körper des Patienten weniger belastet.

Fernarzt

Bei Krebspatienten die sich in der Chemotherapie befinden, ist das Immunsystem ebenfalls geschwächt. Durch Medikamente kann das aber stabilisiert werden. Trotzdem ist hier Vorsicht geboten und der Kontakt mit Menschen die erkältet sind, soll vermieden werden. Wenn das nicht möglich ist, so muss Mundschutz getragen werden.

Antiseren sind auch ein Teil der Immunologie. Die bekanntesten Antiseren sind die, die nach einem Giftschlangenbiss verabreicht werden. Sollte ein Patient gegen Wespen – und Bienengift allergisch ist, so wird er ein Notfallpaket ständig bei sich führen. Dieses Paket enthält ein Antiserum, das sofort nach dem Insektenstich selbst gespritzt wird. Die Kassen bezahlen die immunologische Untersuchung, wenn ein begründeter Verdacht auf eine Krankheit oder Allergie vorliegt. Auch die vor einer Organtransplantation notwendige Untersuchung gehen auf Kosten der Krankenkasse. Wenn der Patient keine Beschwerden hat, aber trotzdem einen Allergietest machen möchte, so muss er einen Antrag an seine Kasse stellen.

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Autor: Heilpraktiker Felix Teske