Hauttest – Hautscreening als Krebsvorsorge

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und ständig Umwelteinflüssen ausgesetzt. Die Haut übernimmt auch wichtige Stoffwechselfunktionen.

Daher ist es wichtig, dieses Organ auch gesund zu erhalten. Durch äußere Einflüsse kann die Haut geschädigt werden. Diese sind unter anderem Verletzungen oder auch Sonnenbrand durch zu langes Sonnenbaden mit unzureichendem Schutz. Auch regelmäßige Besuche im Solarium strapazieren die Haut. Muttermale können sich im Laufe der Zeit verändern und zu Krebs werden, oder es können sich plötzlich neue Muttermale bilden. Wenn ein Muttermal blutet oder juckt, ist auf jeden Fall der Hautarzt aufzusuchen.

Wie läuft ein solcher Hauttest ab?

Der Hautarzt wird den Patienten befragen, ob er in letzter Zeit Auffälligkeiten beobachtet hat. Das können Muttermale sein, die sich in Farbe oder Form verändert haben, oder welche die erst neu aufgetreten sind. Er wird auch wissen wollen, ob der Patient öfters Sonnenbäder nimmt oder Solarien besucht. Personen, die hellhäutig sind und zu Sonnenbrand neigen, sind einem höheren Risiko ausgesetzt, an Hautkrebs zu erkranken. Auch Personen, in deren Familien schon Fälle von Hautkrebserkrankungen vorgekommen sind, haben eine höhere Gefährdung an dieser Krebsart zu erkranken.

Der Hautarzt untersucht mit einer sehr stark vergrößernden Lupe jedes verdächtige Pünktchen auf der Haut. Anhand der Farbe und Form kann er erkennen, ob es harmlos ist, es sich zu Krebs entwickeln kann oder bereits Krebs ist. Gefährdete Muttermale können gut operiert werden, damit kein Krebs entsteht. Das geschieht unter örtlicher Betäubung und dauert nicht lange. Danach kann der Patient gleich wieder nach Hause gehen.

Der Arzt wird bei der Untersuchung die sogenannte ABCDE – Regel anwenden. A bedeutet Asymmetrie. Damit sind Muttermale oder Leberflecken gemeint, die nicht kreisrund sind. B steht für Begrenzung. Das bezieht sich auf die Ränder des Muttermals. Diese Grenze sollte sich klar und deutlich vom umgebenden Hautgewebe abheben. Mit C ist die Farbe gemeint (aus dem englischen colour). Der Buchstabe D steht für Durchmesser. Es sollte nicht größer als 5 mm sein. Mit E ist die Erhabenheit gemeint, also ob es glatt ist wie die Haut oder erhaben wie eine Pustel. Ein Patient der Muttermale hat, kann mit dieser Methode seine Male selbst untersuchen und dem Arzt darüber berichten.


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Eine neuartige Untersuchungsmethode ist die Computerdermatoskopie. Hier wird dem Patienten ein Mikroskop auf die zu untersuchenden Hautstellen aufgesetzt, das mit einer Videokamera ausgestattet ist. Der Arzt fotografiert die Muttermale und sendet diese an einen Computer. Der Computer hat ein spezielles Programm mit dem er die Bilder analysiert und speichert. Daher kann der Arzt das nächste mal, wenn er den Patienten mit der gleichen Methode untersucht, sofort die alten und die neuen Bilder vergleichen, und so etwaige Veränderungen feststellen. Aber nicht alle Veränderungen sind bösartig. Welche das sind, erkennt der Arzt.

Sollte der Arzt Krebs feststellen, wird er den Patienten über die Behandlungsmöglichkeiten aufklären. Das kann eine Entfernung des betroffenen Gewebes sein, eine Chemotherapie oder beides. Je früher Hautkrebs erkannt wird, umso größer sind die Heilungschancen.

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Kann ein Hauttest das Risiko auf Hautkrebs verringern?

Zusätzlich zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung gibt es einige Möglichkeiten, Hautkrebs vorzubeugen. Die Wichtigste ist, dass vor allem hellhäutige Menschen die Mittagssonne meiden. Lässt es sich nicht vermeiden, dann soll ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden. Im Sommer sollte Kleidung getragen werden, die vor Sonneneinstrahlung schützt. Nicht nur die pralle Sonne sondert UV Strahlung ab, auch bei bedecktem Himmel kommen die UV – Strahlen durch die Wolkendecke. Bei dem Kauf einer Sonnenbrille sollte immer darauf geachtet werden, dass sie 100%igen UV Schutz bietet. Auch wenn dunkle Haut schön aussieht, sollten trotzdem Solarien vermieden werden, denn auch diese sind belastend für die Haut.

Die Krankenkassen bezahlen die Untersuchung im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung. Die Hautuntersuchung wird im Abstand von 2 Jahren von den Kassen übernommen. Sollten allerdings innerhalb dieser 2 Jahre sich Auffälligkeiten zeigen, die einen Hautarztbesuch notwendig machen, wird diese bezahlt. Auch für die Untersuchung nach einer Hautkrebserkrankung, die in kurzen Abständen stattfindet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

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Autor: Heilpraktiker Felix Teske