Farbtest – Besuch beim Augenarzt

Jeder normalsichtige Mensch kann Farben unterscheiden. Bei einigen gibt es allerdings Probleme, die angeboren sind. Die häufigste Farbfehlsichtigkeit ist die Rot – Grün – Blindheit.

Das bedeutet nicht, dass der Mensch total blind oder farbenblind ist, es heißt, dass er Probleme hat, Rot von Grün zu unterscheiden. Diese Fehlsichtigkeit kann man nicht behandeln, bzw. durch eine Brille korrigieren. Der Defekt bei dieser Sehstörung liegt an der Netzhaut. Dabei sind mindestens drei der Rezeptoren (Zellen), die für das Farbsehen verantwortlich sind, defekt. Meist ist dieser Defekt angeboren, kann aber auch erst später auftreten, wie durch bestimmte Erkrankungen in der Netzhaut. Medikamente können ebenfalls Einfluss auf das Farbsehvermögen haben.

Um feststellen zu können, ob der Patient an diesen Problemen leidet, verwendet der Arzt einen Farbtest. Das ist die einfachste Methode, diese Art der Fehlsichtigkeit festzustellen und braucht dazu selten Geräte. Eine Rot – Grün – Fehlsichtigkeit ist besonders gefährlich, wenn jemand ein Fahrzeug lenken muss. Darum sollte sich jeder Verkehrsteilnehmer einen Farbtest unterziehen. Ebenso wenn bereits Fälle von Farbfehlsichtigkeiten in der Familie vorkommen, bzw. vorkamen, sollte ein Farbtest gemacht werden, da diese Art der Fehlsichtigkeit vererbbar ist.

Ablauf des Farbtests

Der Augenarzt wird den Patienten vorher befragen, ob ihm schon einmal aufgefallen ist, dass er gewisse Farben nicht sehen kann. Dann bekommt der Patient Tafeln vorgelegt. Meist verwendet er dazu Ishihara – Farbtafeln. Diese wurden 1917 vom chinesischen Augenarzt Shinobu Ishihara entwickelt, um eine Rot – Grün – Sehschwäche erkennen zu können. Das ist die häufigste Art der Farbsehschwäche. Seltener haben Patienten Probleme Gelb und Blau zu unterscheiden.

Auf diesen Tafeln sind pastellfarbige Punkte sind. Einige dieser Punkte ergeben eine Zahl oder einen Buchstaben. Nun muss er dem Arzt diese Zahl oder den Buchstaben nennen. Es werden dem Patienten Tafeln mit verschiedenen Farbkombinationen vorgelegt. So kann der Arzt den genauen Grad der Farbfehlsichtigkeit erkennen. Je mehr Buchstaben oder Zahlen der Patient erkennt, umso besser kann er Farben erkennen.

Eine andere Untersuchungsmethode ist der Farnsworth – Test. Hierbei muss der Patient farbige Kreise in eine gewisse Reihenfolge bringen. Die Kreise sind auf der Rückseite nummeriert. Wenn der Patient die Kreise fertig gelegt hat, dreht sie der Augenarzt um und trägt die Zahlen in ein Diagramm. Anhand des Diagramms erkennt er den Grad der Farbfehlsichtigkeit. Der Test wird zwei Mal durchgeführt. Einmal mit blassen Farben, ein anderes Mal mit kräftigen Farben.

Bei allen Farbtests ist es wichtig, dass die Lichtbedingungen konstant sind. Das heißt, es muss entweder Tageslicht oder künstliches Licht sein. Mit dem Anomaloskop, der auch Spektralfarbenmischapparat heißt, kann der Augenarzt ebenfalls die Farbfehlsichtigkeit feststellen. Dieses Gerät kommt dann zum Einsatz, wenn der Patient beruflich ein Verkehrsmittel lenkt. Dabei schaut der zu Testende mit einem Auge durch eine Linse.

Er sieht einen Kreis, der in zwei Hälften geteilt ist. Unten ist ein gelbes Feld auf dem oberen Feld kann der Arzt Rot oder Grün zuschalten. Der Patient dreht dann so lange an einem Rad, bis er den ganzen Kreis gelb sieht. Der Arzt misst anhand der Drehung am Rad, wie die Farbwahrnehmung ist. Wenn der Patient zu viel Grün dazugibt, so sieht er Grün schlecht, bei zu viel Rot ist die Rotwahrnehmung gestört.

Fernarzt

Ein angemessener Farbtest bei Kindern und Jugendlichen

Bei dem Farbtest bei Kindern werden statt der Zahlen und Buchstaben Symbole genommen wie unter anderem ein Auto, ein Schiff, ein Gesicht, also solche Symbole, die die Kinder auch benennen können. Einige Optiker bieten auch Farbsehtests an. Diese sind im Rahmen des Kundenservice kostenlos. Sollte der Patient dabei entdeckt, dass er die Zahlen oder Buchstaben nicht sieht, wird ihm der Optiker empfehlen, einen Facharzt für Augenheilkunde aufzusuchen.

Personen, die beruflich ein Fahrzeug lenken, wird dieser Test durchgeführt und die Kassen übernehmen die Kosten dafür. Manchmal ist ein Gang zum Augenarzt nicht nötig, da der Betriebsarzt den Test durchführen kann. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ist ein Farbtest nicht vorgesehen. Wenn jemand allerdings bemerkt, dass er Probleme hat, Farben zu unterscheiden und deswegen den Arzt aufsucht, werden die Kosten von den Kassen übernommen.

Interessante Videos über den Farbtest

Heilpraktiker Felix Teske

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