Schmerzmittel einnehmen – achten Sie auf ärztliche Medikation!

Die Schmerzmittel sind Medikamente und dienen zur Minderung und Linderung von Schmerzen. Es gibt unterschiedliche Schmerzmittel, frei verkäufliche und rezeptpflichtige. Auch in der Wirkungsweise unterscheiden sie sich, zentral wirkende und peripher wirkende Schmerzmittel. Leider sind Schmerzmittel nicht gleich Schmerzmittel.

Ein Schmerzmittel was gestern noch bewährt und erprobt war, kann heute schon absolut falsch sein. Folgendes Beispiel wird angenommen. Nachts kommen peinigende Zahnschmerzen, ein Medikament muss eingenommen werden, meist eins mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure, die haben ja schon immer bei Kopfschmerzen geholfen. Da dieses Mittel schmerzstillend und entzündungshemmend ist, keine schlechte Wahl. Der Gang zum Zahnarzt bringt das Resultat, der Zahn muss raus. Nachdem die Betäubungsspritze gut geholfen hat und die Wirkung dann nachlässt, kommt der Wundschmerz.

Nun gleich nochmals eine solche Tablette der Nacht, denn sie hat ja geholfen. Aber hier „STOPP!”, diese Tablette kann hier ganz anders wirken, denn der Wirkstoff ist Blut verdünnend und kann somit zu starken Nachblutungen aus der frischen Wunde führen. Das wird sicher nicht gewünscht. Aus diesem Grund sollte immer gelten: Tabletten und überhaupt Schmerzmittel nur nach einer Arztkonsultation oder Beratung in der Apotheke nehmen.

Dem Apotheker, da er keine Krankenakte hat, sollten alle Vorerkrankungen und schon einzunehmende Medikamente genannt werden. Wenn Selbstmedikation mit Schmerzmitteln dann nur wenn des Öfteren unter denselben Schmerzen gelitten wird. Die Packungsbeilage unbedingt genau durchlesen und die Dosis in keinem Fall überschreiten. Bei mehr als zehn Schmerztabletten im Monat sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden, es droht Tablettenabhängigkeit.

Welche besonderen Arten von Schmerzmitteln gibt es und wie wirken sie?

Da Schmerzen von jedem anders wahrgenommen werden, müssen sie auch anders bekämpft werden. Die als schmerzdämpfend bekannten Schmerzmittel, werden Analgetika genannt, der Unterschied liegt in deren Wirkungsweise. Einfache Schmerzmittel sind frei verkäuflich, sie wirken mit der Herabsetzung der Schmerzempfindlichkeit der Nerven. Auch wirken sie oft fiebersenkend. Bei nur vorübergehenden aber akuten Kopf-, Bauch- oder Zahnschmerzen wirken sie sehr gut.

Diese Schmerzmittel sollten am besten mit Leitungswasser, Selters oder Saft eingenommen werden. Niemals mit Alkohol, Kaffee oder Milch. In diese Schmerzmittel sind folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Acetylsalicylsäure,
  • nichtsteroidale Antirheumatika,
  • Paracetamol.

Opiode und zentrale Schmerzmittel sind immer rezeptpflichtig. Sie wirken im zentralen Nervensystem des Menschen, genau dort, von wo die Schmerzen ausgehen. Diese dämpfen den Schmerz nicht sondern, sie wirken wie die körpereigenen Hormone, die Endorphine. Die Wirkung von Endorphinen wird imitiert, diese unterdrücken die Schmerzgefühle im Körper. So werden die Schmerzen nicht mehr als so belastend wahrgenommen.

Kann es zu Nebenwirkungen kommen bei stärkeren Schmerzmitteln?

Im Grundsatz ist es sehr ratsam, Schmerzmittel nur ärztlicher Anweisung einzunehmen. Es gibt eine körperliche Abhängigkeit und eine psychische Abhängigkeit. Auch andere Nebenwirkungen können auftreten. Es sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Es können Sehstörungen auftreten und Schwindel. Bei Benommenheitsgefühl und Müdigkeit sofort das Schmerzmittel absetzen. Es kann auch zu allergischen Reaktionen kommen oder zu Magen-Darm-Störungen.

Besonders ist zu beachten, Schmerzmittel sind in keinem Fall für den Dauergebrauch bestimmt. Das gilt für alle Schmerzmittel, frei verkäufliche und verschreibungspflichtige. Bei Problemen mit den Atemwegen ist sehr viel Vorsicht bei der Einnahme der Schmerzmittel geboten, besonders bei Bronichalastma. In dieser Situation ist es sehr ratsam, das erstmalige Einnehmen des Schmerzmittels unter Aufsicht eines Arztes vorzunehmen. So kann bei eventuellen schweren Reaktionen auf das Schmerzmittel oder bei allergischen Reaktionen sofort Erste Hilfe geleistet werden.

Treten Schmerzen länger als ein paar Tage auf, ist es ratsam einen Mediziner aufzusuchen, damit die Ursache für diese Schmerzen herausgefunden werden kann. Besonders bei der Einnahme von Paracetamol muss sehr vorsichtig vorgegangen werden, denn es wirkt nicht als Entzündungshemmer, es wirkt nur gegen akute Schmerzen und Fieber. Besonders genau sollte der Beipackzettel gelesen werden. Bei hohem Alkoholkonsum sollte auf ein Schmerzmittel mit Paracetamol verzichtet werden, denn die Leber reagiert empfindlich auf Paracetamol. Die schlimmste Nebenwirkung von Schmerzmitteln ist die Suchtgefahr. Deswegen müssen diese „richtig” angewendet werden, kommt es doch zu einer Abhängigkeit, dann darf nicht abrupt abgebrochen werden. Die Dosis wird reduziert, so kann sich das Gift abbauen und raus schleichen.

Autor: Heilpraktiker Felix Teske

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