Abschwellende Nasensprays – wie geht man damit um?

Abschwellende Nasensprays enthalten Wirkstoffe wie Xylometazolin oder Oxymetazolin. Sie lassen in der akuten Phase einer Rhinosinusitis die Schleimhäute abschwellen, damit der Patient wieder leichter Luft bekommt. Bei chronischen Beschwerden machen sie aber keinen Sinn.

Nicht länger als sieben Tage anwenden: “Bei Dauergebrauch trocknet die Schleimhaut aus und wird geschädigt“, warnen HNO Experten. Dennoch sei das Spray bei akuten Beschwerden anfangs zu empfehlen, um die Nase frei zu bekommen.

Kortisonsprays gelten als Therapiestandard, vor allem bei chronischen Nebenhöhlenentzündungen. Da sie nur örtlich auf der Schleimhaut wirken und nicht in den Blutkreislauf gelangen, verursachen sie keine Nebenwirkungen wie Kortikosteroide zum Einnehmen. Sie sind daher auch beim Dauergebrauch unproblematisch.

Ob Tropfen oder Sprays zum Einsatz kommen, ist reine Geschmacksache. Ein Spray verteilt den Wirkstoff besser in den Nasengängen – aber nur, wenn diese nicht völlig zugeschwollen sind. Dann können kurzfristig Tropfen geeigneter sein.

Meerwasser Sprays sind oft wohltuend und können die Nasenspülung zwischendurch ersetzen, wenn diese zum Beispiel im Büro nicht durchführbar ist. Der osmotische Effekt des Salzwassers hat auch abschwellende Eigenschaften. Hilfreich sind Zusätze mit Panthenol oder Kamillenextrakt.

Richtig schnäuzen

Oft falsch wird es gemacht: Wer sich die Nase putzt, sollte nicht mit voller Wucht die Luft ins Taschentuch schnauben. Dadurch wird das eitrige Sekret noch weiter in die feinen Gänge des Nebenhöhlensystems gepresst. “Besser ist es, abwechselnd ein Nasenloch zuzuhalten und vorsichtig aus dem anderen in das Taschentuch zu schnäuzen”, so HNO Experten. Selbst wenn es gegen die Etikette verstößt, raten Mediziner dazu, das Sekret zwischendurch einfach hochzuziehen.

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Sascha Krüger
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