Organspende in Deutschland – Eine aufreizende Debatte

In Deutschland warten derzeit ca. 10.000 Menschen auf ein Spenderorgan. 2018 gab es jedoch nur 955 eingetragene Organspender und Organspenderinnen. Die Gesamtanzahl der Spender reicht also bei weitem nicht aus, um den Bedarf an Spenderorganen zu decken.

Auf politischer Ebene werden daher stets Bemühungen angestellt, die Organspende attraktiver zu machen. Gesundheitsminister Jens Spahn versuchte sogar die Organspende mit einem Gesetzesentwurf als automatische Vorauswahl für jeden Bürger festzulegen. Jeder Bürger wäre demnach ein Organspender, es sei denn er widerspricht. Sein Entwurf wurde abgelehnt.

Was man auch immer von dem Gesetzesentwurf halten mag, eins ist klar: Es war ein Versuch den Bedarf an Spenderorganen systematisch abzudecken. Kritiker sagen jedoch, dass die Bürger frei entscheiden sollen, ob sie ihre Organe spenden wollen.

Die Problematik bleibt also bestehen. Nur ein geringer Bruchteil der auf Organspenden angewiesenen Menschen bekommt die Chance auf Genesung. Warum das so ist und wieso Sie Organspender werden sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Hohe Spendenbereitschaft, doch zu wenig Spender

In Erhebungen fällt immer wieder auf, dass die Spendenbereitschaft unter den Befragten deutlich höher ist, als es die Zahlen vermuten lassen. In einigen Umfragen geben sogar 80% der Befragten an, dass sie bereit wären Organe zu spenden. In der Theorie sollte es also wesentlich mehr eingetragene Organspender geben.

In der Praxis fehlt jedoch meistens eine entsprechende Bereitschaftserklärung zur Organspende. Außerdem werden postmortale Organspenden oft von den Angehörigen abgelehnt. Deshalb kommt ein Großteil der möglichen Organspenden nicht zustande.

Sorglos Leben retten

Als Organspender müssen Sie sich keine Sorgen um Ihre Sicherheit machen. Erst nach einem eindeutig festgestellten Hirntod werden Ihnen postmortal Gewebe oder Organe entnommen. An Ihnen wird also erst operiert, wenn es für Sie selbst keinen Unterschied mehr macht.

Falls Sie sich sogar bereit erklären zu Lebzeiten Organe zu spenden, dann wird der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt. Sie bekommen nichts von der Entnahme mit und es wird Ihnen so komfortabel wie eben möglich gemacht.

Übrigens: Lebendorganspenden sind nur in seltenen Fällen unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Häufiger werden postmortal Organe gespendet.

Kostenlos und niedrigschwellig Organspender werden

Mittlerweile kann man sich ganz bequem von zu Hause aus seinen Organspendeausweis online ausfüllen. So kann jeder der seine Organe oder Gewebe spenden möchte, schnell und einfach seine Bereitschaftserklärung erstellen.

Sie werden dabei in keinem Register erfasst. Der Organspendeausweis allein reicht aus, um rechtskräftig Ihren Willen durchzusetzen.

Das Recht zu Entscheiden

Ein Organspendeausweis ist ein offizielles und rechtlich gültiges Dokument. Der Organspendeausweis ermöglicht es selbst zu entscheiden, ob man schon zu Lebzeiten oder postmortal seine Organe als Spenden zur Verfügung stellen möchte.


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Mit dem Erstellen eines Organspendeausweises ist es Ihnen möglich darüber zu entscheiden, welche Organe oder Gewebeteile Ihnen entnommen werden sollen, um als Spenden benutzt werden zu können.

Ohne einen Organspendeausweis verzichten Sie auf dieses Recht. Dann werden Ihre Angehörigen befragt und dürfen in Ihrem Namen entscheiden.

Organspende – Wie entscheiden Sie sich?

Ein Organspendeausweis verleiht Ihnen Entscheidungskraft über Ihren Körper nach Ihrem Ableben. Nur mit einem Organspendeausweis können Sie frei bestimmen, was mit Ihren Organen nach Ihrem Tod passieren soll.

Ein Organspendeausweis kann im wahrsten Sinne Leben retten. Leider erstellen sich trotz hoher Spendenbereitschaft nur wenige Personen tatsächlich einen Organspendeausweis. Dabei ist es mittlerweile schnell und einfach möglich den eigenen Organspendeausweis auszufüllen.

Felix Teske
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