Diese Wirkung hat Cannabis

Cannabis gehört zu den Hanfgewächsen. Die Pflanze enthält viele verschiedene chemische Stoffe, darunter mehr als hundert sogenannte Cannabinoide. Bekannt sind vor allem die beiden Wirkstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD).

Verschiedene Cannabinoide wie THC und CBD

Cannabinoide kommen jedoch nicht nur in der Cannabispflanze vor, sondern auch im menschlichen Körper. Dort werden sie Endocannabinoide genannt. Daneben gibt es ebenfalls synthetische Cannabinoide, den den pflanzlichen und körpereigenen Cannabinoiden stark ähneln. Die Cannabinoide wie THC und CBD wirken auf unterschiedliche Weise auf den menschlichen Körper und werden gegen verschiedene Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt. Während THC psychoaktiv wirkt, einen Einfluss auf die Psyche sowie das zentrale Nervensystem hat und einen Rausch erzeugt, ist dies bei CBD nicht der Fall.

Es gibt verschiedene Marihuana Sorten. Unterschiedlich ist bei den einzelnen Sorten der Gehalt der einzelnen Wirkstoffe. Viele Jahre lang wurde Cannabis vor allem im Hinblick auf einen möglichst hohen THC-Gehalt gezüchtet. Cannabis mit einem hohen THC-Gehalt war auf dem Schwarzmarkt gefragt und erzielte Höchstpreise. Dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Inzwischen haben immer mehr Menschen das CBD und dessen Wirkung auf die Gesundheit sowie das Wohlbefinden entdeckt. Es gibt heute auch etliche Sorten, die einen tiefen THC- und einen hohen CBD-Gehalt haben.

Beim Cannabissamen kaufen ist zu beachten, dass diese immer THC-frei ist. In Deutschland ist das Anpflanzen von Cannabis für Privatpersonen verboten. Der Bestellen und der Besitz von Cannabissamen jedoch ist nicht illegal.

Einsatzgebiete von THC und CBD

Seit den 1940er-Jahren wird die Wirkung von Cannabis und insbesondere der Cannabinoiden erforscht. Bis heute sind noch immer nicht alle Wirkungsweisen der verschiedenen Wirkstoffe der Cannabispflanze bekannt. Produkte, die mehr als 0,3 Prozent THC enthalten, sind in Deutschland nur gegen Rezept erhältlich. Bei einer Vielzahl von Krankheiten kann medizinisches Cannabis vom Arzt verschrieben werden. Auch wird Cannabidiol therapeutisch eingesetzt. Häufig ist das der Fall bei Patienten, die etwa an chronischen Schmerzen, depressiven Störungen, ADHS, Multiple Sklerose oder dem Tourette-Syndrom leiden.

CBD-Produkte hingegen sind ohne Rezept erhältlich. Es gibt dabei Vollspektrum-Produkte, die auch eine geringe Menge THC enthalten und Produkte, die nur CBD enthalten. CBD gilt als schmerzstillend, beruhigend und angstlösend. Dazu kann es auch Entzündungen hemmen. CBD kann nicht nur bei Epilepsie unterstützend eingesetzt werden. Es ist ebenfalls möglich, dass es die Lebensqualität von Personen steigert, die an Parkinson leiden. Dazu soll es eine positive Wirkung bei Schizophrenie, sozialen Phobien, Schlafstörungen und Angstzuständen haben.

Ein Naturprodukt mit verschiedenen Wirkungen

Cannabis ist ein Naturprodukt. Es kann zur Linderung von verschiedensten Beschwerden eingesetzt werden. THC und CBD, die bekanntesten Cannabinoide, werden zur Linderung verschiedener Beschwerden eingesetzt. Frei verkäufliche Cannabis-Produkte dürfen aber höchstens 0,3 Prozent THC enthalten. Medizinisches Cannabis mit einem höheren THC-Gehalt müssen von Ärzten verschrieben werden. Beim Vorliegen von entsprechenden Krankheiten ist ein Arztbesuch die bessere und sicherere Lösung als sich das Cannabis auf anderem Weg zu besorgen.

Felix Teske