Cannabidiol gegen Schmerzen: CBD ist in vielen chronischen Fällen therapeutisch einsetzbar

Schmerzen sind dem Menschen ebenso geläufig wie Hitze und Kälte oder Hunger und Durst. Sie sind ein Bestandteil unseres Sinnessystems, mit dem die Umwelt wahrgenommen wird. Dabei ist Schmerz in seiner Funktion als Schadensmelder mit negativen Gefühlen verbunden. Akuter Schmerz ist daher lebensnotwendig, er macht uns auf eine drohende oder bereits eingetretene Gefahr aufmerksam. 

Dagegen sind chronische Schmerzen differenziert zu bewerten. Diese bestehen laut Definition dann, wenn die Empfindung länger als sechs Monate andauert. Sie werden lästig und quälend bis unerträglich und entwickeln ein eigenes Krankheitsbild. Dabei entstehen Schmerzen häufig durch die Schädigung von Gewebe wie Sehnen, Nerven, Gelenken oder Muskeln. Die Empfindungen sind meist subjektiver Art und werden über die Nervenbahnen und das Rückenmark zum Gehirn geleitet. Zur Heilung oder Linderung wird dann oft zu Schmerzmitteln gegriffen, die mit einer ganzen Reihe von bekannten und unbekannten Nebenwirkungen behaftet sind.

Erfahrungen mit CBD Öl bei Schmerzen

Deshalb sind viele der ca. 10 Millionen Deutschen, die an chronischen Schmerzen leiden, froh über Alternativen. Mit CBD (Cannabidiol) findet ein Wirkstoff seit einiger Zeit Anklang, der auf natürliche Weise und ohne schädliche Nebenwirkungen schmerzlindernde Eigenschaften besitzt. Zurückzuführen ist das auf die entzündungshemmenden Attribute, die der Substanz zugeschrieben werden. Dabei soll vor allem das Immunsystem gestärkt werden.

In der Schmerztherapie wird CBD in Form von Öl als behandlungsbegleitend bei Autoimmunkrankheiten eingesetzt. So berichten Multiple-Sklerose-Patienten von einer merklichen Besserung ihres Krankheitsbildes. Anwender, die unter rheumatischer Arthritis leiden, sprechen von einer signifikanten Besserung ihrer Schmerzanfälle. Cannabidiol kann auch bei Rückenschmerzen helfen. Aber vor allem Patienten mit Gelenkverschleiß und Arthrose loben die natürliche Substanz.

Wirkungsweise von CBD

Cannabidiol wird aus der Hanfpflanze extrahiert und ist neben THC (Tetrahydrocannabinol) der wohl bekannteste Wirkstoff dieser Nutzpflanze. Im Gegensatz zu THC wirkt CBD aber keinesfalls psychoaktiv. Cannabidiol zeichnet sich vielmehr durch seine anti-inflammatorischen und entspannenden Eigenschaften aus. Diese entfaltet CBD im Nervensystem des Menschen, wo es an den Rezeptoren der Nervenzellen des körpereigenen Endocannabinoid-Systems andockt. CBD beeinflusst damit die Reizübertragung im positiven Sinne und greift regulierend in das jeweilige Schmerzempfinden ein.

Aber die Substanz kann noch mehr! Durch seine beruhigenden Wirkungen wird CBD deshalb bei der begleitenden Behandlung von psychotischen Krankheiten interessant. Erfahrungsberichte weisen darauf hin, dass die Anfälle bei schweren Depressionen und Schizophrenie in ihrer Anzahl und Ausprägung bemerkbar zurückgehen. Panikattacken gestalten sich erträglicher, die Intervalle zwischen den Anfällen werden länger. Ähnliche Beobachtungen machen Asthmatiker und Allergiker. Parkinson-Patienten sprechen von einer beeindruckenden Verbesserung ihrer Lebensqualität. Am weitesten vorangeschritten sind die klinischen Untersuchungen bei epileptischen Anfällen. Diese Krankheit wird durch Kurzschlussreaktionen der Gehirnströme ausgelöst. Dabei gehen die Forscher davon aus, dass die besagten Wirkungen durch CBD vorbeugend reguliert werden.

CBD im rechtlichen Umfeld

Die Vorteile der Hanfpflanze werden inzwischen von einigen öffentlichen Institutionen anerkannt. Hat CBD doch seit jeher mit dem schlechten Ruf von THC zu kämpfen. Dieser Wirkstoff fällt nämlich unter das Betäubungsmittelgesetz und Cannabidiol wird damit oft verwechselt. Deshalb sah sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen veranlasst, diesbezüglich Stellung zu beziehen. Nach intensiven Untersuchungen ihrer wissenschaftlichen Abteilung wird CBD bescheinigt, das weder gesundheitliche Schäden erkannt wurden noch eine Gefahr der Abhängigkeit besteht.

Inzwischen dürfen seit März 2017 verschiedene Hanfprodukte auf Rezept legal verschrieben werden. Das gilt dann, wenn der Patient austherapiert ist, also keine herkömmliche Methode mehr anspringt. Dann übernehmen sogar die Krankenkassen auf Antrag die Kosten. Weitere Produkte in Form von Öl, Tabletten und Kapseln sind in spezialisierten Online-Shops erhältlich. Solange der THC-Gehalt 0,2 % nicht überschreitet, bleibt der Kauf legal.

Fazit

CBD ist eine Substanz, welche Patienten in vielen Bereichen Linderung verschaffen kann. Insbesondere in der Schmerztherapie ist inzwischen eine gewisse Akzeptanz bemerkbar. Dabei hat CBD unter dem Hanfverbot zu leiden, welches eigentlich für THC gedacht ist.

Felix Teske