Ringelblumensalbe – ein gutes Hausmittel

Schon seit dem Mittelalter ist die Ringelblume als Heilpflanze bekannt. Hildegard von Bingen gab ihr den Namen Ringella, wahrscheinlich darum, weil die Samen, die im Spätherbst reifen, geringelt sind. In dieser Zeit entstand auch die Ringelblumensalbe. Man vermischte die zerstoßenen Blüten mit Ziegenbutter. Wie auch heute noch wurde sie bei Blutergüssen, offenen Beinen, Wunden allgemein und bei Gelenksschmerzen angewendet. Die Inhaltsstoffe der Ringelblume wirken antibakteriell, fördern die Durchblutung und hemmen die Entzündung. Wunden werden dadurch gereinigt. Pollenallergiker müssen vorsichtig sein, denn je mach Allergieart kann die Ringelblumensalbe bei dieser Personengruppe allergische Reaktionen auslösen.

Bei welchen Beschwerden die Ringelblumensalbe hilft

Es gibt viele Beschwerden, die durch die Ringelblumensalbe gelindert werden können. Kinder, die an Windeldermatitis leiden, können mit Ringelblumensalbe behandelt werden. Die Salbe wirkt entzündungshemmend und beruhigend, zugleich wird verhindert, dass sich Pilze oder Bakterien in die Wunde eindringen können. Bei einem Sonnenbrand wird die Ringelblumensalbe ebenfalls gerne verwendet, da sie die Regeneration der Haut fördert. Nagel- oder Hautpilze kann man mit Ringelblumensalbe behandeln, da sie fungizide, also pilzhemmende, Eigenschaften hat. Vor dem Auftragen der Salbe muss man sich die Hände waschen. Das hat 2 Gründe, nämlich erstens die Gefahr einer Wundinfektion zu reduzieren und zweitens bleibt der Tiegel, worin sich die Salbe befindet, keimfrei, die Ringelblumensalbe hält länger.

Ringelblumensalbe selbst herstellen

Die Ringelblumensalbe gehört in jede Hausapotheke. Wer sie nicht in der Apotheke kaufen möchte, kann sie selbst herstellen. Dazu benötigt man Ringelblumenblüten, die man in der Apotheke bekommt, Vaseline, Bienenwachs und Olivenöl. In einem Topf erwärmt man zwischen 100 und 200 ml Olivenöl zusammen mit den Ringelblumenblüten. Die Temperatur darf nicht zu hoch sein. Dieser Sud wird etwa 20 Minuten leicht gekocht, bevor man ihn etwas abkühlen lässt. Nun werden die Blüten abgeseiht. In einem anderen Topf erwärmt man etwa 30 bis 40 g Bienenwachs. Danach gibt man das Olivenöl dazu. Wer die Salbe geschmeidiger möchte, kann auch noch Vaseline dazugeben. Das Bienenwachs in der Salbe wirkt keimabtötend und entzündungshemmend. Das wiederum verstärkt die Wirkung der Ringelblumensalbe. Nachdem die Salbe über Nacht abgekühlt ist, wird sie in saubere Schraubdosen abgefüllt. Bewahrt man die Ringelblumensalbe im Kühlschrank auf, ist sie ca. 1 Jahr haltbar.

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Felix Teske