Neurodermitis bei Erwachsenen – Wie man sie erkennt und behandelt

Neurodermitis – auch als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bezeichnet – ist eine chronische Hautkrankheit, die immer wiederkehren kann. Auch wenn Kinder häufiger unter den typischen Symptomen leiden, können auch Erwachsene an Neurodermitis erkranken. Wie sehen typische Neurodermitis-Symptome bei Erwachsenen aus? Welche Faktoren können das Entstehen der Krankheit begünstigen? Wir klären auf und zeigen, wie Neurodermitis behandelt werden kann.

Welche Symptome zeigen sich bei Erwachsenen?

Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts zufolge leiden etwa 14 Prozent aller Kinder mindestens ein Mal in ihrem Leben an Neurodermitis. Aber Neurodermitis tritt nicht nur bei Kindern auf, sie kann auch Erwachsene befallen. Sehr zum Leidwesen der Betroffenen nimmt die Hautkrankheit bei Erwachsenen einen schlimmeren Verlauf als bei Kindern und Jugendlichen.

Die Symptome der Neurodermitis bei Erwachsenen stehen meistens im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit. Patienten, die viel mit ihren Händen arbeiten, sind zum Beispiel besonders häufig von Handekzemen betroffen. Diese machen sich durch spröde, rissige Haut und quälenden Juckreiz bemerkbar. Wenn die Entzündung weiter fortschreitet, kann die Haut schuppen, nässen oder auch bluten. Einige Neurodermitis-Patienten berichten auch von einer lederartigen Verdickung der Haut.

Welche Bereiche betroffen sind, hängt nicht nur von der beruflichen Tätigkeit ab – auch das Alter spielt eine Rolle. Während Jugendliche und junge Erwachsene eher Symptome im Augen- und Stirnbereich, im oberen Brustbereich, am Schultergürtel, den Ellenbeugen, Kniekehlen, Handrücken und Handflächen aufweisen, zeigt sich die Neurodermitis bei älteren Erwachsenen durch

  • Ekzeme an Händen und Füßen
  • juckende Krusten auf der Kopfhaut
  • rissige, gerötete, entzündete Ohrläppchen
  • entzündete, juckende Lippen
  • Brennen und/oder Missempfindungen im Bereich der Mund- und Rachenschleimhaut

Außerdem geht die Neurodermitis bei älteren Erwachsenen nicht selten mit Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen einher.

Die häufigsten Auslöser von Neurodermitis

Manche haben eine Veranlagung für Neurodermitis. Bei ihnen können verschiedene Auslöser für einen Schub sorgen. Wer das weiß, kann versuchen, diese Trigger zu vermeiden. Stress lässt sich zum Beispiel mit Autogenem Training bekämpfen. Zu den häufigsten Triggern gehören:

  • übermäßiges Schwitzen
  • bestimmte Textilien wie Wolle
  • die Verwendung hautreizender Reinigungsmittel
  • die Verwendung von Kosmetika mit hautreizenden Duft- oder Konservierungsstoffen
  • trockene (Heizungs-)Luft, kalte Luft, Schwüle und starke Temperaturschwankungen
  • Tabakrauch
  • Tätigkeiten, bei denen über einen längeren Zeitraum Gummi- oder Vinylhandschuhe getragen werden müssen
  • starke Erkältungen oder Mandelentzündungen
  • der Verzehr bestimmter Nahrungsmittel und Zusatzstoffe
  • psychische Belastung
  • hormonelle Faktoren wie Menstruation oder Schwangerschaft

Um die eigenen Risikofaktoren zu erkennen, kann es hilfreich sein, ein Symptom-Tagebuch zu führen. In diesem schreibt man jeden Tag auf, was man gemacht und gegessen hat und wie die Haut darauf reagiert hat. Bereits nach wenigen Wochen lassen sich so Rückschlüsse auf individuelle Schub-Auslöser finden. Wer feststellt, dass der Juckreiz nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel zunimmt, sollte diese vermeiden.


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Soforthilfe bei Neurodermitis

Neurodermitis-Patienten klagen vor allem über starken Juckreiz an den betroffenen Stellen. Hier können sich nachfolgende Maßnahmen als juckreizlindernd erweisen. Einige von ihnen können auch dabei helfen, die Wundheilung zu fördern:

  • kalte, feuchte Umschläge mit Wasser
  • Umschläge mit Kamillenblüten (hergestellt aus Kamillenblütenwasser oder Kamillentee)
  • Vollbäder mit einem Auszug aus Haferstroh (100 g Haferstroh auf 2 l Kaltes Wasser geben und erhitzen, nach 15 min. abseihen und den Auszug zum Badewasser geben)

Behandlung: Therapieplan in 4 Stufen

Die Behandlung der Neurodermitis erfolgt abhängig vom aktuellen Hautzustand und sieht verschiedene Maßnahmen vor. Experten sprechen auch von einem Therapieplan in 4 Stufen.

  • Stufe 1 bei trockener Haut: tägliche, sorgfältige Hautpflege und Vermeidung von auslösenden Faktoren
  • Stufe 2 bei leichten Ekzemen: Maßnahmen von Stufe 1 + Behandlung mit Kortisonsalbe oder kortisonfreier Entzündungshemmer; bei Bedarf juckreizlindernde und antiseptische Medikamente
  • Stufe 3 bei mäßig schweren Ekzemen: Behandlung mit stärker wirksameren Kortison-Präparaten oder kortisonfreier Entzündungshemmer
  • Stufe 4 bei schweren, hartnäckigen Ekzemen: Behandlung mit immunsystemhemmenden Tabletten (zum Beispiel mit dem Wirkstoff Ciclosporin A)

Patienten mit Neurodermitis sollten nicht unterschätzen, welchen Einfluss die tägliche Hauptpflege hat. Mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukten kann man seine Haut beim Heilungsprozess unterstützen. In vielen Fällen lässt sich so eine symptomfreie Phase verlängern und man kann auf den Einsatz wirkstoffhaltiger Cremes und Salben verzichten.

Felix Teske
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