Was sind Nasenpolypen?

Bei Nasenpolypen handelt es sich um geschwulstähnliche Wucherungen der Nasenschleimhaut, die gutartig sind und in den meisten Fällen auf beiden Seiten der Nasenschleimhaut auftreten. Diese Polypen wachsen aus den Nebenhöhlen der Nase in die Haupthöhle der Nase ein.

Die Zellen der Polypen bestehen aus den gleichen Zellen wie die Nasenschleimhaut. Solche Wucherungen in der Nase des Kindes entstehen, wenn sich dort vermehrt die Gewebsflüssigkeit vermehrt einlagert. In den Polypen sind viele Zellen zu finden, die für eine Immunreaktion verantwortlich sind. Kinder sind eher selten von diesen Polypen betroffen. Sie können in jedem Lebensalter auftreten, häufig geschieht dies nach dem 30. Lebensjahr des Menschen.  Männer sind häufiger von Nasenpolypen betroffen als Frauen.

Ursachen und Symptome der Nasenpolypen

Die Ursache, warum Menschen Nasenpolypen bekommen, ist nicht genau bekannt. Ein Grund hierfür können Einflüsse sein, die reizend sind und somit die Schleimhaut reizen und dann diese Reaktion ausgelöst wird. Chronischer Schnupfen oder, falls die Schleimhaut mit Pilzen besiedelt ist, kann dies die Ursache der Polypen in der Nase sein. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Allergien Auslöser für Polypen sein können. Menschen die Schmerzmittel nicht vertragen, leiden vermehrt unter Polypen, aber auch ca. 40 Prozent der Menschen, die mit Polypen leben, leiden unter Asthma bronchiale. Bei Kindern wurde festgestellt, dass Nasenpolypen fast immer mit einer Mukoviszidose auftreten.

Die Symptome der Nasenpolypen können unterschiedlich ausfallen. Wenn die Polypen wachsen, dann wird dies die Atmung durch die Nase behindern. Sehr typisch macht sich dann eine näselnde Stimme des Betroffenen bemerkbar. Weiter können Schnarchen, Kopfschmerzen und Mittelohrentzündungen auftreten. Auch die Nebenhöhlen der Nase entzünden sich immer wieder. Die Wucherungen in der Nasenschleimhaut des Betroffenen produziert mehr Schleimsekretion. Das Riechvermögen ist eingeschränkt unterschiedliche Düfte können nur noch sehr schlecht oder kaum noch wahrgenommen werden. Falls Nasenpolypen nicht behandelt werden, kann im Laufe der Jahre die Nase Verdicken und sich der Augenabstand des betroffenen Menschen vergrößern.

Nasenpolypen Diagnose und Therapie

Um Nasenpolypen sicher diagnostizieren zu können, muss ein Arzt aufgesucht werden. Die Nasenhöhlen werden von vorne und von hinten untersucht. Dies geschieht durch die Nasenlöcher und den Mund. Falls die Polypen sehr groß sind, kann der Arzt sie ohne weitere Instrumente erkennen. Sie sind glasig und glänzen und sind als Gebilde erkennbar. Falls die Polypen kleiner sind, muss der Arzt ein Endoskop zu Hilfe nehmen, um sie erkennen zu können. Durch eine Computertomografie oder Röntgenaufnahme sind auch sehr kleine Polypen in der Nase sichtbar zu machen. Falls eine Nasennebenhöhlenentzündung vorliegt, zusätzlich zu den Nasenpolypen wird noch ein Abstrich des Sekrets entnommen um die Erreger bestimmen, zu können.

Bei der Nasenpolypen Therapie werden auch die Wucherungen und die Grunderkrankungen behandelt. Falls es sich um kleine Polypen handelt, die sich an einem Ort angesiedelt haben, kann das Wachstum mit kortisonhaltigen Medikamenten behandelt werden. Dies können Nasensprays und oder Tropfen sein und die Wirkung ist oft erst nach einigen Wochen zu spüren. Die Medikamente sollten sehr regelmäßig eingenommen werden. Natürlich kann Kortison auch als Tabletten verabreicht werden, aber hier sind die Nebenwirkungen größer. Ein Antiallergikum kann die Therapie bei Nasenpolypen unterstützen.

Fernarzt

Falls die Nasenpolypen weiter Beschwerden machen oder sich einfach zu viele Polypen auf einer Stelle angesiedelt haben, müssen sie mithilfe einer Operation entfernt werden. Die Nasenatmung wird auf Dauer besser werden. Wenn die Polypen in der Nase entfernt wurden, ist eine Nachbehandlung mit intensiver Nasenpflege nötig. So kann verhindert werden, dass Nasenpolypen noch einmal auftreten.

Nasenpolypen und ihr Verlauf hängen von der Behandlung ab. Wenn die Polypen in der Nase behandelt wurden, stehen die Chancen gut, dass sich keine Polypen mehr in der Nase ansiedeln können. Auch die Symptome wie Kopfschmerzen und die eingeschränkte Atmung können vollständig beseitigt werden. Es kann nach einiger Zeit auch wieder besser gerochen werden. Wenn die Polypen aus der Nase mithilfe einer Operation entfernt wurden, können sich dennoch immer wieder neue Polypen in der Nase bilden. Trotzdem sollte dieser Zustand behandelt werden, denn wenn keine Behandlung erfolgt werden die Nasennebenhöhlen nicht mehr ausreichend belüftet und somit können neben den Nasenpolypen noch weiter Komplikationen entstehen.

Autor: Heilpraktiker Felix Teske

Interessante Videos über Nasenpolypen

Ähnliche Artikel
schlafapnoe 300x171 - Was sind Nasenpolypen?
Apnoe kommt aus dem griechischen Wortstamm und bedeutet Atemstillstand. Viele Laien und auch Ärzte sprechen
schnarchen 300x127 - Was sind Nasenpolypen?
Als Schnarchen (Rhonchopathie) wird ein knatterndes Atemgeräusch bezeichnet, das von den Betroffenen im Schlaf erzeugt
hautpflege 300x207 - Was sind Nasenpolypen?
Akne ist in den meisten Fällen auch eine psychische Belastung für die Betroffenen. Dennoch muss