Was sind Masern?

Kinderkrankheiten gibt es einige, dennoch hört man von den meisten kaum etwas. Anders bei der Kinderkrankheit „Masern“, sie bricht immer wieder aus und vermehrt stecken sich auch junge Erwachsene mit den Masern an.

Experten sind mittlerweile der Ansicht, dass sich Masern ausrotten lassen. In diesem Zusammenhang hat sich die WHO ein großes Ziel gesetzt. So sollen die Masern bis zum Jahr 2015 europaweit verschwunden sein. Vielleicht gar keine so utopische Vorstellung wenn man sich zum Vergleich Länder wie Finnland, die Niederlande oder Schweden hernimmt, denn dort treten heute nur noch vereinzelte Fälle von Masern auf. Im Gegensatz hierzu kommt es hierzulande immer mal wieder zu Massenausbrüchen, so beispielsweise im Jahr 2013. Wo es laut Robert-Koch-Institut mehr als 1000 Fälle von Masern Infektionen gab.

Masern – Eine klassische Kinderkrankheit

Die Aussage das Masern als Infektionskrankheit eine klassische Kinderkrankheit sind, lässt sich so pauschal nicht mehr unterschreiben. Denn nach aktuellem Stand erkranken deutlich mehr Jugendliche und Erwachsene an Masern als Kinder.

Obwohl die Masern noch immer als klassische Kinderkrankheit gelten, sollte man diese Infektionskrankheit nicht unterschätzen. Denn nicht umsonst zählen Masern zu den ansteckendsten Krankheiten überhaupt. Die krankheitsauslösenden Viren verbreiten sich übers Sprechen, Niesen, Husten und Händeschütteln. Die Inkubationszeit bei Masern beträgt zwischen 8 und 14 Tagen. Danach treten die ersten Krankheitsanzeichen auf. Es kommt zu Fieber, Husten und Schnupfen. Der für Masern so charakteristische Hautausschlag tritt in der Regel erst 3-7 Tage später auf.

Masern sollte man nicht verharmlosen

Denn hierbei handelt es sich nicht um irgendeine harmlose Kinderkrankheit. Masern können selbst bei Erwachsenen einen schweren Verlauf haben. Aufgrund des geschwächten Immunsystems können sich weitere Infektionen wie beispielsweise eine Mittelohrentzündung oder Lungenentzündung entwickeln. Außerdem kann sich in Ausnahmefällen eine postinfektiöse Enzephalitis entwickeln, dabei handelt es sich um eine Entzündung im Gehirn.

Fernarzt

Eine Masern Impfung bietet Schutz

Doch nicht jeder muss sich gegen Masern impfen lassen, denn wer bereits als Kind an Masern erkrankt war, ist lebenslang vor einer erneuten Infektion geschützt. Wer die Krankheit nicht durchlaufen hat, der kann sich nur mit einer Masern Impfung schützen. Ein Blick in den Impfpass gibt Aufschluss darüber ob ein Impfschutz vorliegt. Die Erstimpfung gegen Masern erfolgt in der Regel zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat. Vier bis 6 Wochen später erfolgt eine erneute Impfung, damit ein lebenslanger Schutz gewährleistet ist.

Wenn Sie in Ihrem Impfpass nur einen Eintrag finden oder Sie sich nicht sicher sind ob Sie als Kind die Masern hatten, dann kann es empfehlenswert sein, die Masern Impfung nachzuholen.

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