Diphtherie – Ursachen, Symptome und Therapien

Diphtherie ist eine Infektionskrankheit. Sie wird durch Bakterien, den Corynebacterium diphtheriae, ausgelöst. Sie ist akut und kann auch lebensbedrohlich sein. Die Krankheit Diphtherie kommt nur beim Menschen vor.

Ursachen und Symptome der Diphtherie

Die Diphtherie Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Dies kann durch Niesen, Husten oder auch Küssen passieren. Das erkrankte Kind fühlt sich wenige Tage nach der Ansteckung schlecht. Dies äußert sich durch Bauchschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber und Halsweh.

Die Rachendiphtherie kommt am häufigsten vor. Hier ist die Rachenschleimhaut entzündet. Es gibt also unterschiedliche Formen der Diphtherie. Falls die Diphtherie nicht rechtzeitig erkannt wird, können Lähmungen, Schluckstörungen, Herzmuskelentzündungen und Störungen der Nieren und Leber entstehen. Dies wird auch toxischer Verlauf genannt. Kinder können heute geimpft werden. Erkrankte Kinder können mit Antibiotika und einem Antitoxin behandelt werden. Früher erkrankten weitaus mehr Kinder an Diphtherie.

Die Diphtherie wird durch eine Infektion durch den Erreger Corynebacterium diphtheriae ausgelöst. Durch das Gift, das der Erreger bildet, werden die Zellmembran gestört und Zellen, die sich mit diesem Bakterium infiziert haben, werden geschädigt oder getötet. Diphtherie kommt überall auf der Welt vor und kann nur durch den Menschen übertragen werden. Eine Ansteckung durch Tiere ist somit nicht möglich. Kinder, die sich mit dem Diphtherie Bakterium angesteckt haben, wurden durch eine Tröpfcheninfektion angesteckt.

Bei der Haut-Diphtherie wird die Krankheit durch Haut Kontakt übertragen. Kinder können sich mit dem Erreger infizieren ohne, dass die Krankheit ausbricht. Menschen, die erkrankt sind, tragen ein hohes Risiko mit sich, andere Menschen anzustecken. Ansteckungsgefahr besteht so lange, wie die Bakterien in Körpersekreten und Wunden nachweisbar ist.

Wenn erkrankte Kinder behandelt werden, kann die Ansteckungszeit der Diphtherie zwei bis vier Tage dauern. Falls sie nicht ordentlich behandelt werden können erkrankte Kinder zwei bis vier Wochen ansteckend sein.

Wenn ein Kind unter Diphtherie erkrankt ist, klagen die Kinder über Halsschmerzen und Fieber. Weiter treten Schluckbeschwerden auf. Nach einer kurzen Zeit entstehen bei Kind Atemgeräusche, Heiserkeit, Lymphknotenschwellungen und Lähmungen des Gaumens. Der Verlauf geht dann über eine Mandel- und Rachenentzündung hin. Hierbei sind die Mandeln, das Gaumenzäpfchen und der Gaumen mit einem grau-weißen Belag überzogen. In einigen Fällen kann sich der Belag auch über den Kehlkopf ausbreiten. Ein süßlicher Mundgeruch ist ein sehr typisches Zeichen der Diphtherie. Falls versucht wird den Belag zu entfernen werden Blutungen auftreten.

Falls eine Diphtherie im Bereich des Kehlkopfes auftritt, ist das Kind von starkem Husten und Heiserkeit betroffen. Auch in der Nase können sich die Bakterien ansiedeln. Ein Zeichen hierfür kann ein Ausfluss sein der aus der Nase austritt. Die Haut des Menschen kann auch mit solchen Bakterien infiziert sein. Jedoch ist diese Form öfter in tropischen Ländern möglich oder bei einigen Obdachlosen, Drogenabhängigen und Alkoholiker.

Auch das Auge kann von dieser Krankheit betroffen werden. Bei dieser Form der Diphtherie ist oft die Hornhaut befallen und blutige Absonderungen des Auges werden ausgeschieden. Diphtherie kann nur durch einen Arzt diagnostiziert werden. Bei der Untersuchung des Kindes werden ein Abstrich der Schleimhaut und deren Beläge gemacht. Dieser Abstrich wird aus der Nase oder des Rachens des Kindes entnommen. Durch eine weitere Untersuchung im Labor muss dann die Krankheit Diphtherie nachgewiesen werden. Dieser Vorgang dauert meistens einige Tage, bis das Endergebnis Sicherheit bringt. Jedoch beginnen viele Ärzte die Therapie eines Diphtherie erkrankten schon im Falle eines Verdachtes.

Fernarzt

Therapie und Verlauf der Diphtherie

Falls ein Arzt den Verdacht auf Diphtherie äußert, werden unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden. Hierzu zählen, dass das erkrankte Kind mit Antibiotika behandelt wird. Diese können Penicillin oder aber auch Erythromycin sein. Diese Medikamente verringern die Gefahr einer Vergiftung und töten den Erreger vollständig ab.

Das Kind sollte isoliert werden, um keine anderen Menschen anstecken zu können. Weiter wird ein Gegengift verabreicht, damit das Gift das bei dieser Krankheit entsteht ausgeschaltet wird. Es kann sich so nicht mehr an die Zellen des Körpers haften. Dieser Vorgang sollte jedoch sehr früh erfolgen, denn falls sich das Gift der Krankheit bereits in den Zellen ausgebreitet hat, kann das verabreichte Gegengift nicht mehr helfen. Wenn die Schleimhaut in der Luftröhre schon angeschwollen ist, kann das Kind nicht mehr richtig atmen. Deshalb ist hier oft eine maschinelle Beatmung bei Diphtherie wichtig.

Wenn ein an Diphtherie erkranktes Kind relativ früh behandelt wird, kann die Krankheit relativ schnell wieder abklingen. Falls Komplikationen auftreten oder das Kind nicht rechtzeitig behandelt wird kann es einige Zeit dauern, bis das Kind wieder gesund ist. Heute verläuft die Diphtherie kaum noch tödlich.

Autor: Heilpraktiker Felix Teske

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