Chinin – Wundermittel gegen Malaria und mehr

Chinin begegnet uns in Getränken wie in der Medizin: die chemische Verbindung, die aus der Rinde des China-Baumes gewonnen wird, ist vor allem wegen ihres bitteren Geschmacks bekannt. Chinin und sein Lieferant, der China-Baum, kommen nicht aus China, auch wenn dies wegen des Namens oft angenommen wird. Der Baum aber steht in den Hochwäldern der Anden bei Venezuela und kommt in Höhenlagen von 1.500 bis 2.700 Metern vor.

Chinin in Lebensmitteln

Bitter Lemon dürfte jeder kennen: der Geschmack ist eine Mischung aus süß, bitter und sauer, den man nicht genau beschreiben kann. Das weiße Pulver Chinin ist dafür verantwortlich und gibt dem Getränk seinen typischen Geschmack. Obendrein ist es in vielen weiteren Getränken zu finden, wie Tonic. Auch einige Spirituosen und weinhaltige Getränke sind mit Chinin ergänzt. Es gibt zahllose Cocktails und Mischgetränke, die mit den Getränken zubereitet werden, die Chinin enthalten. Ob und wie viel Chinin in einem Lebensmittel enthalten sein darf, wird durch die deutsche Aromaverordnung geregelt.

Chinin als Arznei

Schon vor rund hundert Jahren hat man erkannt, dass Chinin gegen Wadenkrämpfe helfen kann. Des Weiteren hat man es eingesetzt, um Fieber zu senken. Bekannt ist Chinin heute als Bestandteil von Malaria-Medikamenten. Zudem gibt es viele weitere Anwendungen, wie bei Erkältungen, zur Beruhigung oder bei Schmerzen. Warum wirkt Chinin? Es gilt als Verbindung zwischen Muskelfasern und Nerven. Wichtig: die Muskelfunktion wird nicht beeinträchtigt. Das Chininsulfat wird zwischen 4 und 18 Stunden im Körper gespeichert, und ist erst dann völlig abgebaut.

Kurzfristig wieder erhältlich: Hochdosiertes Vitamin C!


Hintergrund: Derzeit wird in der stark von Covid-19 betroffenen chinesischen Stadt Wuhan eine klinische Studie zum Einsatz von äußerst hoch dosiertem Vitamin C bei Lungenentzündungen durchgeführt, da angeblich eine positive Wirkung vermutet wird.

Hat Chinin Nebenwirkungen?

So gut Chinin in seiner Wirkung auch sein kann – wer empfindlich ist, sollte sich vor einer Überdosierung hüten. Denn in seltenen Fällen kann es zu Kopfschmerzen oder allergischen Reaktionen kommen. In schlimmen Fällen sind Erblindung oder Tinnitus die Folge; auch Taubheit ist schon vorgekommen. Auch wenn diese Varianten höchst selten sind: bei Schwangeren rät man davon ab, dass sie Chinin konsumieren. Wer mehr über Chinin oder den China-Baum wissen will, findet Interessantes unter www.chinin.net.

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