Was ist eine Blasenentzündung?

Blasenentzündung ist eine weitere typische Frauenkrankheit. Zwischen 50 bis 70 Prozent aller erwachsenen Frauen leiden mindestens einmal unter einer Infektion der Harnwege. Bei rund einem Drittel der Frauen treten die Harnwegsinfekte regelmäßig auf.

Eine Blasenentzündung sollte richtig auskuriert werden

Die Ursache für diese Beschwerden lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass durch die kürzere Harnröhre einer Frau Bakterien schneller in die Blase gelangen können. Harnröhre und Darmöffnung liegen ebenfalls sehr dicht nebeneinander, so dass Darmerreger auf schnellem Wege in die Blase gelangen können. So wird in 75 Prozent aller Fälle eine Blasenentzündung durch Darmbakterien ausgelöst.

Geschlechtsverkehr, die Nutzung eines Diaphragmas, die Menopause und Schwangerschaft (durch Hormonveränderung) können ebenso zu einer Blasenentzündung führen. Personen, die unter einer Immunschwäche leiden, sind ebenfalls besonders von Blaseninfektionen betroffen.

Beschwerden einer Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung äußert sich hauptsächlich durch brennende Schmerzen beim Wasserlassen und sehr häufigen Harndrang. Bei einer schwerwiegenderen Entzündung kann sich sogar Blut im Urin finden. Hinzukommen können auch Krämpfe im unteren Bauchbereich oder Fieber und Schmerzen im Nierenbereich.

Wann einen Arzt aufsuchen?

  • Bei Anzeichen von Fieber und Schüttelfrost
  • Bei Schmerzen im Nierenbereich
  • Bei Blut im Urin

Therapie einer Blasenentzündung

Der Arzt stellt seine Diagnose hauptsächlich durch die Beschreibung der Beschwerden durch den Patienten. Darauf folgen meist eine Urinuntersuchung oder weitere ausführliche Untersuchungen. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotikum.

Zeigen sich erste Anzeichen einer Blasenentzündung, so ist es ratsam viel Wasser oder Tee zu trinken, um die Blase gut durchzuspülen. Besonders zu empfehlen sind Blasen oder Nierentees mit speziellen Wirkstoffen aus Goldrutenkraut, Birkenblättern, Katzenbartblättern, Ackerschatelhalm, Wacholder und Brennnesselblättern. Gegen Schmerzen beim Wasserlassen können vor allem Medikamente mit den Inhaltsstoffen Paracetamol oder Ibuprofen helfen. Frauen, die sehr häufig Blasenentzündungen haben, sollten ihren Urin mit einem Selbsttest untersuchen. Nach ungefähr fünf Minuten lässt sich feststellen, ob das Ergebnis positiv ist und einer Bakterieninfektion vorliegt.

Was hilft sonst noch?

  • Den Urin beim Wasserlassen nicht zu lange zurückhalten, sondern die Blase bis zum letzten Tröpfchen entleeren
  • Die richtige Hygiene beim Toilettengang und nach dem Sexualverkehr
  • Beckenbereich mit geeigneter Unterwäsche und Wärmflasche warmhalten
  • Nach dem Schwimmen den Badeanzug immer gleich wechseln
  • Den Intimbereich nicht übertrieben reinigen, da sonst der natürliche Schutz der Haut angergriffen werden kann und somit Bakterien leichter in den Körper eindringen können

Was ist eine Blasenentzündung?

Ein unangenehmes Brennen und Zwicken beim Wasserlassen und ein ständiger Harndrang – dies sind die typischen Anzeichen einer Blasenentzündung. Viele Frauen kennen dieses Problem nur allzu gut – mehr als 50 Prozent der weiblichen Bevölkerung sind mindestens einmal im Leben von einer Blasenentzündung betroffen.

Blasenentzündung – ein reines Frauenproblem?

Bei der Blasenentzündung – oder auch Zystitis – handelt es sich um eine Entzündung der Harnblase, die insbesondere die oberen Schleimhautschichten betrifft. Begünstigt wird die Infektion bei Frauen durch die kurze Harnröhre und die Nähe des Harnröhrenausgangs zum After. Darmkeime gelangen aufgrund der geringen Entfernung mittels Schmierinfektion leicht in die Harnröhre und steigen von dort aus in die Blase auf. Bei etwa 10 bis 15 Prozent der Frauen geschieht dies mindestens einmal im Jahr.

Entgegen der weitläufigen Annahme können auch Männer an einer Zystitis erkranken. In jungen Jahren sind sie nur selten betroffen, in fortgeschrittenem Alter erkranken sie fast genau so häufig an einer Blasenentzündung wie Frauen. Bei ungefähr 20 Prozent der Männer über 60 Jahre kommt es zunehmend zum Krankheitsausbruch, meist in Verbindung mit einer Prostatavergrößerung und der daraus resultierenden Restharnbildung.

Was kann ich tun gegen Blasenentzündung?

Werden schon bei den kleinsten Anzeichen einer Zystitis erste Maßnahmen ergriffen, lässt sich die Infektion häufig noch mit einfachen Hausmitteln in den Griff bekommen.

Zu den wichtigsten Mitteln gegen Blasentzündungen gehört eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr:

erhöhen dank der darin enthaltenen Flavonoide die Wasserausscheidung und begünstigen so das Ausschwemmen der Bakterien. Extrakte aus Bärentraubenblättern enthalten Arbutin, welches im Körper zu Hydrochinon abgebaut wird. Gelangt dieser Stoff in die Harnwege, unterbindet er die Vermehrung der Bakterien.


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Treten Fieber oder verfärbter Urin auf oder klingt die Infektion nicht spätestens nach zwei Tagen ab, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser verschreibt Antibiotika, die in den meisten Fällen sehr schnell helfen. Kommt es immer wieder zu einer Entzündung oder nimmt diese einen chronischen Verlauf, setzen die Mediziner auf eine Langzeitbehandlung mit Antibiotika, die in diesem Fall etwa vier bis sechs Wochen eingenommen werden müssen. Wer mehr als dreimal im Jahr an einer Infektion der Harnblase erkrankt, sollte beim Arzt den Grund dafür abklären lassen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Blasenentzündungen

Blasenentzündungen treten vermehrt auf, wenn die natürlichen Schutzmechanismen des Körpers gestört sind oder versagen. Deshalb ist es nötig, diese Mechanismen zu stärken und Dinge zu vermeiden, welche den Körper schwächen.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet eine gute Durchspülung der Blase und erschwert es den Bakterien, sich dort festzusetzen. Die Blase sollte zudem regelmäßig und vollständig entleert werden. Frauen, die häufig eine Blasenentzündung bekommen, können dem vorbeugen, indem sie spätestens 15 Minuten nach dem Geschlechtsverkehr zur Toilette gehen und eingedrungene Keime auf diese Weise einfach ausspülen. Da die Blase sehr empfindlich auf ein Auskühlen des Unterleibs oder der Füße reagiert, ist das Sitzen auf kaltem Untergrund zu vermeiden. Auch wenn die aktuelle Mode etwas anderes suggeriert, im Winter sind immer noch dicke Socken und eine den Temperaturen angepasste Bekleidung das beste Mittel gegen eine Auskühlung und eine daraus resultierende Blasenentzündung.

Von innen kann einer Zystitis zum Beispiel mit Cranberry-Tabletten oder Cranberry-Saft vorgebeugt werden. Die Cranberrys enthalten Proanthocyanidide, welche verhindern können, dass sich Darmkeime in den Harnwegen vermehren. Diese Wirkung ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Nicht ausreichend bewiesen ist hingegen die Wirksamkeit von Impfungen gegen Blasenentzündung. Deshalb sollte diesen mit Vorsicht begegnet werden.

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Sascha Krüger
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