Risikoschwangerschaften

Der Begriff der Risikoschwangerschaft bedeutet nicht, dass die Schwangerschaft oder Geburt mit schweren Komplikationen verbunden ist, sondern lediglich dass ein erhöhtes Risiko dafür besteht und die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen eventuell verstärkt werden sollten.

Bei einer so genannten Risikoschwangerschaft liegt ein größeres Augenmerk auf dem Wohlergehen des Kindes und der Mutter, was sich auch in der Zahl der ergriffenen, ärztlichen Maßnahmen niederschlägt.

Durch eine  ist es durchaus sehr wahrscheinlich, dass die Schwangeintensive, zielgerichtete Betreuung während einer Risikoschwangerschaftrschaft und Geburt ohne Komplikationen für Mutter und Kind verläuft.

Über 50 Punkte gehören zum Katalog, der für die Definition einer Risikoschwangerschaft herangezogen wird. Durch die ständige Erweiterung des Katalogs um weitere Punkte, hat sich auch stetig die Anzahl der Risikoschwangerschaften erhöht.

Ein Faktor, der entscheidend für eine Risikoschwangerschaft ist, liegt im Alter der Gebärenden. Ist eine werdende Mutter unter 18 Jahre alt, oder aber eine 35 Jahre alte Erstgebärende, so wird von einer Risikoschwangerschaft gesprochen. Bei einer Frau über 35 Jahre steigt das Risiko des Kindes, an einer chromosomalen Störung zu erkranken. Dadurch ist nicht zwangsläufig gesagt, das so eine Störung auch wirklich auftreten muss, aber allein das höhere Risiko reicht aus, um eine Risikoschwangerschaft zu attestieren.

Neben dem Altersfaktor spielt der gesundheitliche Aspekt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung einer Risikoschwangerschaft.

  • Diabetes mellitus,
  • Bluthochdruck,
  • eingeschränkte Nierentätigkeit,
  • Adipositas der Mutter
  • und Schilddrüsenerkrankungen

führen dazu, dass eine Risikoschwangerschaft diagnostiziert wird.

Rhesus-Unverträglichkeit führt ebenfalls zu einer Risikoschwangerschaft

Eine Rhesus-Unverträglichkeit oder Rhesus-Inkompatibilität, kommt sehr selten vor, wird aber zur Gruppe der Risikoschwangerschaften gezählt. Bei diesem Krankheitsbild herrscht eine Unverträglichkeit zwischen den Blutzellen des Kindes und der Mutter, was zu einer sehr schweren Erkrankung des ungeborenen Kindes führen kann. Der so genannte Rhesusfaktor ist eine Struktur, die eine Rolle bei Bestimmung der roten Blutkörperchen spielt. Man spricht von einem negativen Rhesusfaktor, wenn diese Struktur auf den roten Blutkörperchen fehlt, ist sie allerdings vorhanden, so liegt ein Rhesus-positiv vor.

Zur Rhesus-Inkompatibilität kommt es, wenn die Mutter Rhesus-negativ, der Vater und das Kind Rhesus-positiv sind. Bei der Geburt des ersten Kindes spielt diese Unverträglichkeit noch keine große Rolle, da es während der Schwangerschaft zu keinem Blutaustausch zwischen Mutter und Kind kommt. In der Phase der Geburt allerdings kommt die Mutter mit dem kindischen Blut in Berührung. Der Körper beginnt mit der Sensibilisierung und bildet Antikörper gegen das Blut des Kindes. Bei einer zweiten Schwangerschaft gelangen die gebildeten Antikörper durch die Plazenta in den Blutkreislauf des Kindes und beginnen mit der Zerstörung oder dem Umbau der roten Blutkörperchen des ungeborenen Kindes, was schwere gesundheitliche Auswirkungen zur Folge hat. Ödeme und Ergüsse entwickeln sich und es kommt zur Blutbildung in der kindlichen Leber und Milz.

Zervixinsuffizienz kann zu Fehl- oder Frühgeburt führen

Werdende Mütter, die eine Zervixinsuffizienz (Gebärmutterhalsschwäche) aufweisen, gehören laut Schwangerschaftszeit.de ebenfalls zur Gruppe der Risikoschwangerschaften. Bei einer Gebärmutterhalsschwäche ist der Gebärmutterhals entweder zu weich, verbreitert sich oder verkürzt mit weiterem Fortlauf der Schwangerschaft. Dieses Phänomen führt unweigerlich dazu, dass der Muttermund sich in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft öffnet und sich somit auch das Risiko erhöht, eine Frühgeburt oder, im schlimmsten Fall, eine Fehlgeburt zu erleiden. Die Ursachen, die zu einer Zervixinsuffizienz führen können, sind vielfältig.

Fernarzt

Operationen, die im Vorfeld der Schwangerschaft in diesem Bereich vorgenommen werden mussten, zählen ebenso zu den Gründen, wie Infektionen und Überdehnungen der Gebärmutter. In den meisten Fällen wird bei einer diagnostizierten Zervixinsuffizienz strengste Bettruhe verordnet, da jede Belastung zu einer weiteren Öffnung des äußeren Muttermundes führen kann.

Die Vorsorgeuntersuchungen finden ab der Diagnose in kürzeren Zeitabständen statt, wobei der Frauenarzt jedes Mal den Zustand des Muttermundes bestimmen wird, um gegebenenfalls geeignete, operative Maßnahmen ergreifen zu können.

Generell ist zu sagen, dass, aufgrund des sehr umfangreichen und vielfältigen Faktorenkatalogs, über die Hälfte der Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften eingestuft werden. Dieser Umstand bedeutet nicht, dass die befürchteten Komplikationen auch wirklich eintreten müssen. Es ist lediglich eine erhöhte Vorsicht und Kontrolle geboten, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu entdecken.

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