Nervenkrankheiten

Hirntumor

Hirntumor Ungefähr ein Prozent aller Krebserkrankungen bei Erwachsenen sind Hirntumore, bei Kindern beträgt der Anteil 20 Prozent. Unter diesen Sammelbegriff fallen die verschiedensten Arten von gut- und bösartigen Gewebewucherungen im Schädelbereich. Die Zellen in einem Hirntumor – egal welcher Art er ist – wachsen ungebremst. Je nach Ursprung der Zellen unterscheidet man zwischen primärem Hirntumor, bei dem sich der Tumor aus Gehirnzellen entwickelt und von Tochtergeschwülsten oder Metastasen, die ihren Ursprung an anderen Orten haben und erst nachträglich in das Gehirn eindringen.

Gehirnhautentzündung (Meningitis)

Gehirnhautentzündung (Meningitis) Selbst zu modernen medizinischen Zeiten, wie wir sie heute erleben, ist die Meningitis oder Gehirnhautentzündung das, was man früher als eine Geißel der Menschheit bezeichnete. Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen durch diese Krankheit Menschen Behinderungen davon tragen oder gar daran versterben. Der Name setzt sich aus dem lateinischen Wort für die Hirn- und Rückenmarkshäute, also den Meningen, und der allgemein verwendeten Bezeichnung für eine Entzündung, die Endung -itis, zusammen. Es gibt zwei Arten der Hirnhautentzündung: Die eitrige, die

Fazialisparese

Fazialisparese Fazialisparese ist der Fachbegriff für eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur. Häufig ist nur eine Gesichtshälfte von den Lähmungserscheinungen betroffen, in diesem Fall spricht der Mediziner von einer idiopathischen Fazialisparese, deren Ursachen bisher nicht geklärt werden konnten. In der Regel handelt es sich dabei jedoch um eine vorübergehende Lähmung, die nach einiger Zeit auch wieder von ganz alleine verschwindet. Die einzige Therapiemöglichkeit besteht in spezieller Krankengymnastik, welche vom Arzt verordnet werden kann. Außerdem wird zwischen der peripheren Fazialisparese und der zentralen Fazialisparese unterschieden.

Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom Beim Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um eine Einengung des sogenannten Medianusnervs, der entlang der Innenseite der Hand verläuft. Frauen sind von diesem Nerven-Engpass-Syndrom des Handwurzelkanals doppelt so oft betroffen als Männer. Am häufigsten leiden Personen zwischen 40 und 70 Jahren an diesem eher häufigen Syndrom. Die charakteristischen Beschwerden beim Karpaltunnelsyndrom sind nächtliche Schmerzen, Taubheitsgefühl und verringerte Griffstärke. Dieses Syndrom kann meist nur durch eine Operation beseitigt werden. Ursachen eines Karpaltunnelsyndrom Direkte Ursachen für das Karpaltunnelsyndrom sind kaum ersichtlich. Oftmals treten Im

Muskelschwund

Muskelschwund Der Muskelschwund ist eine Krankheit, die das Muskelgewebe beeinträchtigt und zu einer unaufhaltsamen Schwächung des Muskelgewebes führt. Ursache der Erkrankung ist ein Mangel des Proteins Dystrophin, dass für das reibungslose Funktionieren des Muskelstoffwechsels erforderlich ist. Es gibt zwei Hauptarten von Muskelschwund, einmal den Typ Duchenne und den Typ Becker-Kiener. Bei beiden Typen beginnt die Muskeldystrophie im Beckengürtel- und Oberschenkelbereich. Muskelschwund beginnt je nach Typ entweder bereits im frühen Kleinkindalter, etwa zwischen dritten und fünften Lebensjahr mit schnellem Verlauf (Typ Duchenne) oder

Spina bifida (offener Rücken)

Spina bifida (offener Rücken) Die Spina bifida (offener Rücken) bezeichnet eine Fehlbildung, die schon vor der Geburt eintritt und sich hauptsächlich über die Wirbelsäule erstreckt. Es geht dabei um einen so genannten Neuralrohrdefekt, der in verschiedenen Formen und Intensitäten auftreten kann. In Extremfällen kommen dabei nämlich Querschnittslähmungen und Funktionsstörungen im Bereich des Darmtraktes und der Blase vor. Da ein Mensch, der an Spina bifida erkrankt ist, sein ganzes Leben lang medizinische Hilfe benötigt, werden hier die wichtigsten Aspekte über diese Krankheit vorgestellt

Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Kinderlähmung (Poliomyelitis) Seit den 60er Jahren tritt die Kinderlähmung, auch Poliomyelitis genannt, in den Industrieländern kaum mehr auf. Das liegt daran, dass die Kinder seit dieser Zeit systematisch gegen diese Virusinfektion geimpft werden. Nur in den armen Ländern der Welt kommt es noch häufig zu Todesfällen aufgrund dieser Erkrankung, welche auch durch schwere Lähmungen gekennzeichnet ist. Obwohl der Name es vermuten lässt, die Kinderlähmung keine Erkrankung, die nur Kinder betrifft. Deshalb sollten auch Erwachsene regelmäßig ihren Impfschutz überprüfen, damit die Krankheit in

Polyneuropathie – Erkrankung des peripheren Nervensystems

Polyneuropathie – Erkrankung des peripheren Nervensystems Bei Polyneuropathie handelt es sich um eine Erkrankung des peripheren Nervensystems (PNS). Dies ist das Nervensystem Außerhalb des zentralen Nervensystem (Gehirn, Rückenmark). Man könnte diese Krankheit auch als Viel-Nerven-Krankheit bezeichnen. Die Polyneuropathie äußert sich zuerst häufig durch beispielsweise Kribbeln, Sensibilitätsstörungen und Brennen. Außerdem kommt es zu einer veränderten Wahrnehmung von Reizen. So spüren betroffene Patienten Kälte- oder Wärmereize, bzw. Verletzungen an betroffenen Stellen erst sehr spät. Später kommt es zu Schmerzen. Häufigster Auslöser sind Alkoholismus, Urämie

Trigeminus-Neuralgie

Trigeminus-Neuralgie Die Trigeminus-Neuralgie ist eine sehr seltene Krankheit. Von 100.000 Menschen leiden 40 an dieser Erkrankung, dabei ist das Verhältnis Männer zu Frauen 2:3. Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, beginnt mit dem vierzigsten Lebensjahr. Betroffen ist der Trigeminus-Nerv, der sich in drei Enden verzweigt, wenn der die Schädelbasis verlässt. Seine Aufgabe ist die Reizweiterleitung im kompletten Gesichtsbereich an das Gehirn. Wenn dieser Nerv geschädigt wird, kommt es zu fast unerträglich starken Gesichtsschmerzen, die, obwohl sie oft nur weniger Sekunden andauern, den Betroffenen sehr

Schwindel (Vertigo)

Schwindel (Vertigo) Der Schwindel ist ein bei vielen Erkrankungen vorkommendes Symptom. Wem schwindlig wird, schwinden die Sinne – im wahrsten Sinne des Wortes. Es entsteht die Wahrnehmung, dass die Bewegungen von eigenem Körper und Raum nicht mehr kongruent sind. Man verliert den Bezug zum Raum und somit das Gleichgewicht. Weitere Begleiterscheinungen können Übelkeit bis zum Erbrechen, Schweißausbrüche, Herzklopfen und Funktionsstörungen der Augenmuskulatur (Nystagmus) sein. Die Ursachen des Schwindels sind vielfältig. Man unterscheidet zwischen dem vestibulären Schwindel, dessen Ursprung in einer Funktionsstörung des

Tourette-Syndrom

Tourette-Syndrom Das Tourette-Syndrom ist in der Regel durch eine Ansammlung verschiedener so genannter Tics gekennzeichnet, die sich als plötzliche Bewegungen, Ausstoßen verschiedener Silbengebilde und die zwanghafte Äußerung obszöner Begriffe darstellen. Diese Tics können auch einzeln auftreten, werden jedoch nur in Kombination von motorischen und vokalen Tics als Tourette-Syndrom bezeichnet. Verschiedene Tics treten häufig bereits im Kindesalter auf und können sich später zu einem Tourette-Syndrom entwickeln, oder auch plötzlich wieder verschwinden. Da die Ursachen nicht vollständig geklärt sind, können zu den Heilungsprozessen keine

Spannungskopfschmerz

Spannungskopfschmerz Spannungskopfschmerz ist die häufigste Art der Kopfschmerzen. Etwa 90% aller Menschen leiden einmal darunter. Frauen sind davon öfter betroffen als Männer. Spannungskopfschmerz wird als leicht bis mittelstark beschrieben. Er ist drückend- ziehend und wird oft als ein „Ring um den Kopf“ empfunden. Der Schmerz kann im gesamten Kopfbereich wirken, geht meist vom Nackenbereich aus und verteilt sich über Stirn und Schläfen. Es treten meist keine Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit oder Appetitlosigkeit auf. Manche Patienten beklagen sich allerdings über Schlafstörungen

FSME (Frühsommer Meningo-Enzephaitis)

FSME (Frühsommer Meningo-Enzephaitis) Die Frühsommer Meningo-Enzephalitis ist eine Viruserkrankung, die verschiedene Infektionen hervorrufen kann. Auch wenn sie nur in sehr wenigen Fällen wirklich eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns mit sich bringt, sollte man entsprechend vorsorgen und sich impfen lassen. Eine Ansteckung mit der FSME erfolgt im Normalfall über einen Zeckenstich, wobei eine wirkliche Gefahr jedoch nur in bestimmten Regionen herrscht, wo ein gewisser Anteil der dort lebenden Zecken mit dem Virus infiziert worden ist. Im Folgenden werden die wichtigsten Informationen

Parkinson – Schüttellähmung

Parkinson – Schüttellähmung Parkinson ist eine Krankheit, die aufgrund ihrer Symptome auch als Schüttellähmung bekannt ist und mit schweren Bewegungsstörungen einhergeht. Die meisten Fälle dieser Krankheit werden zwischen dem 55. und dem 65. Lebensjahr bekannt und haben einen chronischen Verlauf, wobei eine Heilung bisher nicht möglich nicht. Mittlerweile kann man mit der Parkinson Krankheit aufgrund neuer Therapieform in vielen Fällen fast genauso lange leben wie als gesunder Mensch, muss sich jedoch vor allem im späteren Verlauf auf merkliche körperliche Einschränkungen einstellen. Im

Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung)

Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung) Bei Osteomyelitis handelt es sich um eine ernsthafte, bakterielle Entzündung des Knochengewebes, der Knochenhaut und des Knochenmarkes. Sie wird unterschieden von der Osteitis, bei der ausschließlich das Knochengewebe betroffen ist. Von der Osteomyelitis sind zu 80% Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren betroffen. Außerdem erkranken mehr Jungen als Mädchen daran. Die Osteitis tritt meist im Erwachsenenalter auf. Auch hier sind Männer häufiger als Frauen affektiert. Ursachen der Osteomyelitis Bakterielle Entzündungen wie zum Beispiel eine Angina, Hautinfektionen und Mittelohr- oder Mandelentzündungen

Restless-Legs-Syndrom – Dauerhaft unruhige Beine

Restless-Legs-Syndrom – Dauerhaft unruhige Beine Das Restless Legs Syndrom zählt zu den neurologischen Erkrankungen, die sich durch einen unbändigen Bewegungsdrang in den Beinen auszeichnet.  Restless Legs bedeutet direkt übersetzt „ruhelose Beine“. Unter dem Restless Legs Syndrom werden Missempfindungen in den Beinen verstanden, die den Betroffenen das Leben schwer machen. Die Beschwerden werden als Kribbelgefühl oder einem ziehenden und reissenden Schmerz beschrieben. Obwohl sich die Schmerzen durch das Bewegen der Beine nur für sehr kurze Zeit lindern lassen, verspüren die Betroffenen einen kaum

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose Die Multiple Sklerose, kurz MS genannt, ist eine der häufigsten, chronisch-entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems.  Trotz intensiver Bemühungen konnte die Krankheitsursache bislang nicht geklärt werden. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der sich Immunzellen des eigenen Körpers gegen die Hüllen der eigenen Nervenfasern richten und zerstören. Die Multiple Sklerose gehört zu den nicht heilbaren Erkrankungen, deren Verlauf jedoch mittels einer Langzeit-Therapie verlangsamt werden kann. Die Erkrankung verläuft in Schüben, bei der das Gehirn,