„Mini-Implantate“: kleine Schraube, große Wirkung

Mini-Implantate
Strahlendes Lächeln mit Mini-Implantaten

Implantate können Patienten ein neues Lebensgefühl geben. Denn viele Menschen sind aufgrund von Zahnlücken oder schlecht sitzenden Prothesen im sozialen Umgang gehemmt. Prothesenträger verzichten zudem häufig auf feste Lebensmittel, da sie die Sorge haben, die Prothese könnte beim Kauen oder Abbeißen herausfallen. Mini-Implantate schaffen hier Abhilfe.

Mini-Implantate sind in der Regel aus Titan gefertigt und damit sehr gut verträglich. Sie sind im Durchmesser deutlich kleiner als herkömmliche Implantate und können so selbst bei wenig Knochensubstanz eingesetzt werden.

Wie sieht der Behandlungsablauf aus?

Mini-Implantate erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da das Verfahren wesentlich weniger Zeit in Anspruch nimmt, als das Setzen gewöhnlicher Implantate. So ist es möglich, am Morgen mit wackeliger Prothese in die Praxis zu kommen und diese nachmittags mit fest sitzender Prothese zu verlassen. Natürlich ist im Vorfeld eine Kontrolle der allgemeinen Mundgesundheit notwendig. Auch muss eine Röntgenaufnahme des Kiefers gemacht werden, um zu sehen, in welchem Zustand der Kieferknochen ist und wo die Implantate schließlich gesetzt werden können. Im Anschluss kann die Prothese individuell angefertigt werden und liegt dann für den Tag des Eingriffs bereit.

Am Behandlungstag selbst werden nun in lokaler Betäubung die Mini-Implantate mittels minimal-invasiver Technik eingebracht. Hierbei entstehen lediglich winzige Wunden in der Mundschleimhaut, die in der Regel auch nach dem Abklingen der Betäubung kaum Schmerzen verursachen. Für den Fall leichter Missempfindungen nach dem Eingriff kann jedoch ein Schmerzmittel mitgegeben werden, das nach Bedarf einzunehmen ist. Im Anschluss an das Einbringen der Mini-Implantate kann sofort die Prothese eingesetzt und dann auch belastet werden.

Vorteile der Mini-Implantate

Mini-Implantate vereinen mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen Vollprothesen und Implantaten. Einerseits sitzen sie genauso fest im Kiefer wie normale Implantate, andererseits sitzt die aufgeklickte Prothese fest im Kiefer, scheuert und reibt nicht, kann jedoch zum Reinigen leicht herausgenommen werden. Hinzu kommt die Behandlungsdauer, die dank minimal-invasiver Technik stark verkürzt ist, im Gegensatz zur Dauer einer Eröffnung der Mundschleimhaut, wie sie bei „normalen“ Implantaten von Nöten ist.

Zudem erlaubt die kurze Heilungsdauer ein sofortiges Einsetzen der Prothese auf die Mini-Implantate und macht dadurch ein bis zu sechs monatiges Ausharren bis zum Einsetzen eines Gingivaformers und der eigentlichen Zähne unnötig.

Eine weitere Zeitersparnis zeigt sich in der Einsetzbarkeit in nahezu jeden Kieferknochen, auch wenn sich dieser bereits zurückgebildet hat. Denn für normale Implantate kann hier eine aufwendige, zeitraubende Knochenaufbautherapie notwendig sein, bis ausreichend Knochenmaterial vorhanden ist, um den künstlichen Zahnwurzeln Halt zu bieten. Auch in puncto Haltbarkeit steht das Mini-Implantat seinem großen Bruder in nichts nach, denn ebenfalls aus Titan gefertigt, kann es bei guter Pflege ein Leben lang halten und Ihnen ein lückenloses Lächeln schenken.

Informationen zum Autor:

Dr. Michael Witteler ist Spezialist für Zahnersatz und Implantologie in der überörtlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Witteler & Steinker in Münster. Nach seiner Promotion arbeitet er unter anderem als Zahnarzt bei der Bundeswehr und in der konservierenden Abteilung der Uniklinik Münster. Seit 1991 ist er in seiner eigenen Praxis niedergelassen und feierte im Jahr 2016 25-jähriges Praxisjubiläum!

„Mini-Implantate“: kleine Schraube, große Wirkung

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